[Rezension] Emily Trunko: Ich wollte nur, dass du noch weißt. Nie verschickte Briefe

Sonntag, 24. Mai 2020 | Kommentieren
Cover
Buchcover © Loewe Verlag
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192 Seiten | 2017 | Loewe Verlag | Deutsch

Original: Dear My Blank
Übersetzerin: Nadine Mannchen

Reihe: Einzelband

Zur Leseprobe | Weitere Informationen beim Verlag

Auf ihrem Tumblr-Blog Dear My Blank veröffentlicht Emily Trunko seit März 2015 anonym nie verschickte Briefe. "Ich wollte nur, dass du noch weißt" enthält eine Auswahl davon.

Ein Buch voller stiller Botschaften: Briefe an sich selbst und an die Welt, Danksagungen, Geständnisse und Abschiede: "Ich wollte nur, dass du noch weißt" ist ein Feuerwerk der Gefühle. Ein Sammelsurium emotionaler Worte aus ganz unterschiedlichen Situationen.
Manche Briefe sollen Mut machen und Kraft spenden. Manche zeugen von unerfüllter Liebe und andere von vergangenen Gefühlen. Manche Briefe richten sich an Freunde und Familie, andere an ganz unbekannte Menschen, denen der/die Verfasser*in etwas mit auf den Weg geben möchte. Manche Briefe strotzen vor Hoffnung auf die Zukunft, andere sind ein trauriger Abschied, und dann sind da noch die, die ganz still "Danke" sagen.
Jeder einzelne Brief ist ein Fenster in ein fremdes Leben. Teilweise erfährt man etwas über die Person, die ihn verfasst hat - ihren Namen, ihr Alter, ihr Geschlecht, etwas zu ihren Lebensumständen - und teilweise sind es nur ein, zwei Sätze. Ein emotionaler Schnappschuss, der trotz des fehlenden Kontextes, so ganz ohne Vorgeschichte, wirkt.
Zusätzlich zum emotionalen Inhalt ist jede einzelne Seite wunderschön illustriert. Damit steht jeder Brief nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell für sich selbst, und imitiert eine Handschrift, die er vielleicht im Original, bei seinem/seiner Verfasser*in hat.

Fazit

Eine wunderschöne, bewegende Briefesammlung!
Bewertung_5 von 5 Pergamentfalter

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