Die innere Stimme: Hörst du sie beim Lesen?

Samstag, 27. April 2019 | 54 Kommentare
Offenes Buch im Blumenbeet
"Hören Sie sich eigentlich, wenn Sie lesen?"
Als mein Literaturdozent das Seminar mit dieser Frage eröffnete, erntete er lediglich irritierte Blicke. Niemand antwortete.
"Hören Sie eine Stimme, wenn Sie stumm lesen?", präzisierte er nach einigen verschwiegenen Momenten. Nun gab es doch Reaktionen. Während ein Teil der Student*innen bejahend nickte, schüttelte ein anderer Teil den Kopf. Diesen Blick, der nach dem Sinn der Frage fragt, hatten alle. Jede*r hatte für sich angenommen, dass die eigene Wahrnehmung allgemeingültig sei. Das wurde auch in der anschließenden Diskussion deutlich. Über bestehende Unterschiede hatte zuvor niemand nachgedacht.

Dieses Seminar ist jetzt fast ein Jahr her und während ich die Eingangsfrage anfangs lediglich im Rahmen des Seminars interessant fand, geistert sie mir in letzter Zeit wieder vermehrt durch den Kopf. Vor allem werde ich die Frage nicht los, wie sehr sich die inneren Stimmen tatsächlich voneinander unterscheiden.

Was ist die innere Stimme?

Die innere Stimme ist wie Vorlesen im Kopf. Du schaust dir den Text an und während deine Augen nach und nach die Worte erfassen, liest dir die Stimme vor, was du siehst.
An dieser Stelle würde ich sie gern objektiver beschreiben, um es noch besser auf den Punkt zu bringen, aber das Problem ist: Dieses Phänomen ist wissenschaftlich noch kaum erforscht.
2016 war die amerikanische Psychologin Ruvanee P. Vilhauer die erste, die sich eingehender mit diesem Thema beschäftigte und dazu einen Artikel veröffentlichte: Inner reading voices: An overlooked form of inner speech. Für diesen Artikel hatte sie zwischen 2006 und 2014 insgesamt 24 Umfragen auf Yahoo! Answers zum Thema "Innere Stimme" ausgewertet. Ihr Ergebnis: 82,5 % der Nutzer*innen hörten eine innere Stimme, 10,6% hörten keine und beim Rest war keine eindeutige Zuordnung möglich.
Trotz Kritik an Vilhauers Vorgehen scheinen diese Werte glaubhaft zu sein. Auf ze.tt erschien 2016 ein Beitrag zum Thema mit einer angehängten User-Umfrage, an der inzwischen über 3.600 Menschen teilnahmen (Stand: 27.04.2019). In der Umfrage bestätigen 84%, eine Stimme zu hören. 16% verneinen ein solches Erlebnis.

Wie klingt die innere Stimme?

Laut Vilhauers Untersuchung hören die meisten Menschen, die eine innere Stimme wahrnehmen, sich selbst. Das kann zum einen bedeuten, dass sich die "gedachte" Stimme und die gesprochene Stimme gleichen. Zum anderen besteht aber auch die Möglichkeit, dass sie sich unterscheiden, z.B. in der Tonlage oder der Emotionalität.
Daneben gab über die Hälfte der Nutzer*innen an, mehr als eine innere Stimme wahrzunehmen. Neben ihrer eigenen Stimme waren das z.B. Stimmen von Freund*innen und Bekannten, von Promis oder fiktiven Figuren.

Meine persönliche innere Stimme

Ich gehöre zu den über 80%, die eine innere Stimme wahrnehmen. Dabei ging ich bis zu dem eingangs erwähnten Seminar davon aus, dass Lesen mit innerer Stimme das ganz normale Lesen sei. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es Unterschiede gibt. Gleichzeitig hatte ich mir nie wirklich Gedanken darum gemacht, wie meine innere Stimme klingt. Es war, wie es mit so vielem ist, was man für normal hält: Sie war einfach da, ohne weiter beachtet zu werden.
Seit dem Seminar hat sich das geändert und ich achte des Öfteren auf meine innere Stimme. Inzwischen möchte ich behaupten, sie sogar ganz gut beschreiben zu können.

1. Meine innere Stimme ist ich.

Sehr oft ist meine innere Stimme meine gesprochene Stimme. Sie unterscheiden sich so gut wie gar nicht voneinander. Ist ein Text allerdings besonders fesselnd, wird meine innere Stimme auch mal emotionaler, als ich es mit meiner gesprochenen Stimme hinbekomme.
Fun Fact: Als ich anfing, Englisch zu lernen, hatte ich teilweise noch erhebliche Probleme mit der Aussprache. Damals wusste ich noch nichts von inneren Stimmen, aber es hat mich regelmäßig extrem geärgert, dass die Stimme in meinem Kopf eine fast fehlerfreie Aussprache hatte und ich nicht. In manchen Momenten habe ich den Text dann so oft laut gelesen, bis er nahezu genauso klang wie in meinem Kopf. Ich hatte also nicht nur eine persönliche Vorleserin, sondern auch eine eigene Sprachtrainerin.

2. Meine innere Stimme kann jede*r sein.

Manchmal klingt meine innere Stimme allerdings so gar nicht nach mir. Das ist besonders dann der Fall, wenn ich Texte lese, die mich absolut fesseln. Dann kann es schon mal vorkommen, dass ich die Dialoge plötzlich in den Stimmlagen höre, die ich den Figuren zugeordnet habe. Oder das jede*r Erzähler*in eine eigene Stimmlage bekommt. Manchmal taucht meine Stimme dann zwischendurch noch auf, z.B. als eine Erzählerin. Manchmal ist sie aber auch ganz weg.
Was ich so gut wie nie höre, sind Stimmen von Freund*innen und Bekannten. In extrem seltenen Fällen passiert mir das, wenn ich gerade erst mit der Person gesprochen habe und eine Nachricht von ihr erhalte. Aber selbst dann ist es in den meisten Fällen meine eigene Stimme, die ich höre.
Ebenfalls fast nie höre ich Stimmen von Promis. Ich kann mich erinnern, dass ich in meiner Fanfiktion-Zeit teilweise die Stimmen der Schauspieler*innen gehört habe, wenn ich kurz nach dem Film Fanfiktions zum entsprechenden Film las. Heute habe ich so etwas gar nicht mehr.
Ich vermute, dass ich gedanklich eher Stimmen erfinde, statt bekannte Stimmen zu hören, weil mein Stimmgedächtnis nicht besonders gut ist. Meistens vergesse ich recht schnell wieder, wie genau eine Stimme klingt. Möglicherweise wirkt sich das auf meine innere Stimme aus.

Im Gespräch

Habt ihr eine innere Stimme?
Wenn ja, war sie euch bisher bewusst? Wie klingt sie?
Wenn nein, wie würdet ihr euer Leseerlebnis beschreiben?

54 Kommentare

  1. Hey Sarah,

    Interessanter Artikel und es war mir tatsächlich nicht bewusst, dass das nicht jeder hat. Lesen diese Personen dann deutlich schneller? Als ich mich mit Lesetechniken fürs schnellere lesen beschäftigt habe, gab es den Tipp die innere Stimme (Subvokalisieren) deutlich zu reduzieren. Gerade bei Romanen mag ich meine innere Stimme aber irgendwie doch sehr gerne. Wie ich den Text in meinem Kopf spreche, macht sehr viel aus, ob ich einen Text als flüssig und ansprechend empfinde und daher geht für mich auch ein Stück Freude am Lesen verloren, wenn ich das ohne meine innere Stimme tue.

    LG, Moni

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Moni,

      erst konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie sich das ohne Stimme im Kopf anfühlen sollte. Aber ja, das mit dem schneller Lesen kenne ich. Das ist für mich dann auch wesentlich emotionsloser. Vielleicht ist das ja auch ein Punkt, warum manche Menschen einen Roman nicht so emotional wahrnehmen bzw evt gar nicht lesen. Denn Lesen ohne Emotionen...macht vermutlich keinen Spaß.

      LG
      Petrissa

      Löschen
    2. Hey Petrissa,

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass das oftmals so ist. Interessanter empfinde ich die, die trotz fehlender innerer Stimme die Freude am Lesen gefunden haben. Ist da die Motivation eine andere? Oder ist das dennoch ähnlich?

      LG, Moni

      Löschen
    3. Hallo Moni,

      ob diejenigen ohne innere Stimme wirklich schneller lesen, kann ich dir nicht beantworten. Ich glaube, trotz dieses Tipps hinsichtlich der Lesegschwindigkeit braucht es hier noch mehr Forschung, um eine klare Aussage treffen zu können.
      Was Leser*innen mit fehlender innerer Stimme angeht, kann ich nur auf die Erfahrungen meiner Kommiliton*innen zurückgreifen und bei denen gab es durchaus auch einige "Bücherwürmer", die sehr gern gelesen haben und vollkommen abtauchen konnten. Nur dass sie ihr Leseerlebnis nicht als "inneres Hörbuch" beschrieben haben, sondern eher als "draufgucken und verstehen, was da steht". So richtig vorstellen kann ich mir das allerdings auch nicht.

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  2. Hallo Sarah,

    was für ein cooler Artikel.
    Ja, ich wäre da auch nie drauf gekommen, dass nicht jeder diese innere Stimme hat! Schwer vorzustellen. Ähnlich, wie ja manche Leute nicht in Farbe träumen.
    Das was Du übers Sprache lernen schreibst, kenne ich auch. :D
    Ob sich meine Stimme manchmal anders anhört, darauf muss ich mal achten. Das weiß ich nicht. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich keine Promistimmen oder so im Kopf habe.

    Liebe Grüße
    Petrissa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Petrissa,

      vielen Dank für dein Lob und deinen Kommentar!
      Schön, dass jemand meine Erfahrungen teilt :D

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  3. Liebe Sarah,

    ein super Beitrag und ein seltenes Thema. Ich kenne meine innere Stimme als mich selbst und manchmal auch verstellt, als würde ich einem Kinde etwas vorlesen und Dinge besomnders betonen. Klingt komisch, ist aber so.

    Mir ist die Stimme immer bewusst, auch jetzt wenn ich schreibe, höre ich die Worte in meinem Kopf.

    Liebe Grüße & einen schönen Sonntag
    Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Tina,

      vielen Dank!

      Die innere Stimme während des Schreibens kenne ich auch - manchmal zeitversetzt (erst meine innere Stimme, dann das Schreiben) oder zeitgleich. Das ist dann vermutlich die "Denkstimme", von der ich stellenweise während meiner Recherchen gelesen habe.

      Liebe Grüße und dir ebenfalls einen schönen Sonntag
      Sarah

      Löschen
  4. Huhu
    Ja ich höre meine eigene Stimme. Aber ich achte sehr auf meine inneren Stimmen. Was daran liegt das ich dadurch mich besser wahrnehmen kann. Also nicht nur beim lesen
    Liebe Grüße Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nicole,

      danke dir! Das heißt, dir war deine innere Stimme auch immer schon (deutlich) bewusst oder brauchtest du auch irgendeinen Stups (zB jemanden, der das Thema mal erwähnt hat), um sie bewusst wahrzunehmen?

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
    2. Hi Sarah, ich nahm meine Inneren Stimmen schon als frühes Kind war (so ab drei vier Jahre) und die ist auch einfach geblieben. ;)

      Löschen
  5. Hallo,
    auch ich habe eine innere Stimme, meine aber, dass das v. a. bei Belletristik und Dingen der Fall ist, die mich interessieren.
    Beim Schnelllesen von Fakten u Korrekturlesen im Beruf ist es eher eine Art blablabla-Rauschen, unterbrochen von lautlichen Stichwörtern. Faszinierend!
    LG
    Daniela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Daniela,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  6. Hallo Sarah,
    bin durch Zufall auf deinen Artikel gestoßen und finde ihn sehr informativ! Ich habe noch nicht viel über das Thema nachgedacht geschweige denn mich so damit beschäftigt. Ich höre beim lesen eine innere Stimme und gerade bei Dialogen sind es eher ausgedachte Stimmen, so wie ich vorstelle wie so einen Charakter wohl sprechen würde.
    Spannendes Thema, danke für den Beitrag!

    Liebe Grüße,
    Jule

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Sarah,

    das ist mal ein interessanter Beitrag! Ich musste jetzt mal darüber nachdenken, wie es bei mir ist. Wenn ich Artikel, also eher Sachinformationen lese, dann höre ich eine Stimme. Das gilt jetzt für deinen Post genauso wie für diese Worte, die ich hier schreibe. Nur hat dein Post eine andere Stimme als mein Text. :D Absolut spannend!

    Wenn ich ein Buch lese, also in eine Geschichte vertieft bin, sehe ich aber einen Film ablaufen - dann höre ich nichts.

    Ich werde in nächster Zeit vermehrt darauf achten, finde es wirklich interessant.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nicole,

      vielen Dank!
      Ich finde es großartig, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind. Danke dir für deine! :)

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  8. Hey Sarah,
    wie krass ist das denn bitte!? Ich habe mir da vorher auch irgendwie nie Gedanken gemacht.
    Jetzt wo ich diesen Kommentar schreibe und mal drauf achte... Ich rede mir sogar den Text vor, den ich schreiben möchte. Ist ja verrückt. :D

    Danke für den wirklich tollen Beitrag! :)

    Hab einen tollen Abend!
    Lieben Gruß
    Steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Steffi,

      haha, ja, genau so geht es mir auch. Als würde mir jemand den Text in dem Moment diktieren, in dem ich ihn schreibe.

      Vielen Dank!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  9. Hi Sarah,
    über die innere Stimme habe ich noch gar nicht so genau nachgedacht... Da ich sie selbst besitze, bin ich davon ausgegangen, dass es auch bei anderen so ist.
    Meine Stimme klingt nach mir. In manchen Fällen eher tiefer in anderen eher höher. Zusammenfassend ist es ähnlich wie bei dir. Bei Stimmen, die ich kenne zB bei Büchern, die verfilmt wurden, klingt meine Stimme eher danach als würde ich versuchen die Stimme des Charakters nachzuahmen.

    Liebe Grüße
    Lilly

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Lilly,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine geteilten Erfahrungen!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  10. Hallo Sarah!

    Ich bin jetzt auch immer davon ausgegangen, dass jeder die innere Stimme hört.
    Wenn ich jetzt so drüber nachdenke ist die Stimme meist meine eigene. Nur mit weniger Emotionen.
    Manchmal kann es auch eine andere Stimme sein, wobei ich nicht zuordnen kann wem die gehört. Im Moment ist mir auch noch nicht klar, wann die andere Stimme kommt. Darauf werde ich nächster Zeit besser achten.

    Liebe Grüße
    Sabrina
    #litnetzwerk

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Sabrina,

      das ist auch erstaunlich. Von den meisten habe ich bisher gehört, dass ihre innere Stimme entweder genau wie ihre eigene oder emotionaler ist. Dass es auch in die andere Richtung gehen kann, finde ich spannend!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  11. Hallo Sarah,

    das ist mal ein richtig toller Beitrag.
    Ich habe nie wirklich über meine innere Stimme nachgedacht, weil es für mich normal war. Aber ich habe sie auf jeden Fall und sie klingt nach mir =)

    AntwortenLöschen
  12. Deinen Beitrag habe ich eigentlich schon lange verschlungen gehabt und finde ihn auch sehr interessant. Tja warum ich dann doch nicht kommentiert habe? Lesen und ein kurzer Kommentar auf Twitter geht oft einfach schneller, daher muss wieder ein Wochenende wie #litnetzwerk her, dass ich mich dann doch mal wieder etwas aktiver werde.

    Ich habe immer gedacht, dass jeder diese innere Stimme hat und war überrascht zu lesen, dass es nicht der Fall ist. Für mich gehörte das einfach immer zum Lesen dazu und ich habe mir auch nie viele Gedanken dazu gemacht, es war so und anders kannte ich es nicht. Frage mich auch wie es bei anderen ist, die diese innere Stimme nicht haben, kann mir das nicht vorstellen. Ebenso kann ich nur schlecht meine innere Stimme beschreiben, weder klingt sie nach Freunden, nach berühmten Persönlichkeiten, noch klingt sie wie meine eigene Stimme. Es ist eine individuelle Stimme, die sich je nach Buch und je nach Protagonist anhört, denn ja die Protagonisten hören sich bei mir im Kopf anders an und haben oft auch einen anderen Klang, wenn ich so recht überlege, hört sich das ganze doch was abgedreht an. Aber so ist das bei mir. Die Ausprägung der inneren Stimme variiert auch, bei Büchern, die mich weniger begeistern können, schwächt sie ab.

    Alles Liebe

    Nadine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Nadine,

      kein Problem, das kenne ich viel zu oft auch von mir selbst. Schön, dass du trotzdem noch einen Kommentar schreibst! <3

      Wirklich vorstellen kann ich mir das auch nicht, obwohl Kommiliton*innen es damals beschrieben haben. Wahrscheinlich sind wir doch zu sehr an unsere eigene Wahrnehmung gebunden.

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  13. Hey :)
    Ein interessanter Artikel! Mir war gar nicht bewusst, dass es tatsächlich Menschen gibt, die keine innere Stimme haben. Ich habe immer gedacht, dass sie jeder hat. Ich habe meine innere Stimmer immer für selbstverständlich genommen und habe es nie hinterfragt.
    Meine innere Stimmt klingt immer nach mir. Zumindest kann ich mich jetzt spontan nicht dran entsinnen, dass sie je wie jemand anderes geklungen hat. Wobei....ich glaube schon, dass es Momente gab, in denen diese Stimme nach jemand anderen klang, aber ganz genau kann ich mich nicht daran erinnern.

    Liebe Grüße
    Isabell

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Isabell,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine beschriebenen Erfahrungen!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  14. Hallo Sarah,
    wow, ein wirklich sehr interessanter Beitrag. Ich habe bis jetzt auch noch nie über meine innere Stimme nachgedacht. Aber jetzt wo du das so erwähnst, nehme ich sie gerade sehr bewusst war.
    Bei mir ist es ähnlich wie bei dir, ich höre meist meine eigene Stimme, kann aber auch beim intensiven Lesen mehrere Stimmlagen hören.
    Werde da auf jeden Fall jetzt vermehrt drauf achten.
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Diana,

      vielen Dank! Freut mich, wenn ich ein bisschen zum Nachdenken/ sich selbst wahrnehmen anregen konnte :)

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  15. Hallo,

    ich höre die innere Stimme beim Lesen. Da ich sehr langsam lese aber für das Studium sehr viel lesen muss, habe ich einen Speed Readin Kurs besucht. Auch dort ist die innere Lesestimme eine der ersten Fragen und vor allem mussten wir lernen, diese Stimme für das schnelle Lesen abzustellen. Es gibt Tricks, wie die Stimme überlistet werden kann. Allerdings gehört es bei Romanen und co für mich zum Leseerlebnis die innere Stimme zu hören. Also werden ich wohl in den meisten Fällen einfach weiter langsam lesen.

    LG Ariane

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ariane,

      ja, diese Technik habe ich auch mal ausprobiert, aber eher mit mäßigem Erfolg. Hat es bei dir denn geklappt? Liest du ohne innere Stimme schneller?

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  16. Hallo Sarah,

    ich lese meine Bücher auch mit einer inneren Stimme. Diese unterscheidet sich bei einem Buch das aus der Sicht unterschiedlicher Protagonisten erzählt wird zum jeweiligen Charakter. Bei Bücher die in einer auktorialen Erzählperspektive verfasst sind höre ich immer meine Stimme.

    Vor einigen Jahren habe ich mal ein Seminar zum Thema "Schneller lesen - mehr behalten" belegt und habe diese Technik auch getestet. Bei diesem "schnellen" lesen wo man die Seiten geradezu herunterfliegt stellt sich bei mir keine innere Erzählstimme ein. Deshalb nutze ich die Technik für Unterhaltungsromane auch nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Bella

    #litnetzwerk

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Bella,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Funktioniert diese Schnelllesetechnik denn bei dir? Ich hab mich selbst eine Zeit lang damit befasst, aber ohne innere Stimme habe ich vom Text weniger verstanden als mit innerer Stimme, daher hab ich es dann wieder aufgegeben.

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  17. Hallo Sarah,

    wirklich ein interessanter Artikel.
    Wenn ich mir so die Kommentare durchlese, gehöre ich wohl zu den Außenseiter_innen.
    Ich höre nämlich keine innere Stimme beim Lesen und ich hätte ehrlich gesagt auch nicht gedacht,
    dass es eine so große Mehrheit der Leser_innen tut.
    Ich kann mir die Innere Stimme beim Lesen irgendwie nur schwer vorstellen.

    LG
    Elisa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Elisa,

      dann geht es dir wohl ähnlich wie vielen, die eine innere Stimme haben und es sich ohne gar nicht vorstellen können.
      Wie würdest du denn dein Leseerlebnis beschreiben? Schaust du den Text einfach an und verstehst ihn?

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  18. Liebe Sarah,

    ich habe definitiv eine innere Stimme und ich höre sie auch sehr bewusst, weil ich im Kopf ja auch denke was ich sagen will. Meistens ist meine Stimme englisch, haha und oftmals fange ich spontan auch einfach an laut vorzulesen, haha.
    Alles Liebe
    Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Julia,

      eine englische Stimme, die zum lauten Lesen animiert? Auch cool!
      Vielen Dank für deinen Kommentar :)

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  19. Huhu :)
    ich habe bisher nie wirklich darüber nachgedacht. Aber ja, ich höre meine Stimme, ich habe das bisher nur immer als normal und selbstverständlich wahrgenommen.
    Toller Beitrag!
    Liebe Grüße
    Kat

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Kat,

      vielen Dank für das Lob und deinen Kommentar!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  20. Total interessanter Beitrag, Sarah!
    Hab ich da vorher noch nie genauer mit beschäftigt, aber meine Stimme wechselt. So kann es sein, dass ich ein Hörbuch gehört oder den passenden Film zum Buch gesehen habe und dann habe ich die Stimme des Hörbuchsprechers/Schauspielers im Kopf.
    Bestes Beispiel das mir da spontan für mich einfällt sind Bücher von Tana French. Ich hab den einen Teil als Hörbuch gehört und die Stimme ist sehr markant. Ein anderes Buch von ihr habe ich gelesen. Der Inspektor aus dem Hörbuch taucht aber im Buch als Nebenfigur auf und ich hab bei ihm dann immmer die Stimme des Hörbuchsprechers im Kopf. :)

    Liebe Grüße
    Chrissi
    #litnetzwerk

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Chrissi,

      vielen Dank!
      Klingt so, als hättest du dann ein richtig gutes Stimmengedächtnis. Cool! Bei mir sind selbst markante Stimmen oftmals nach wenigen Stunden oder Tagen wieder aus dem Gedächtnis gelöscht *lach*

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  21. Hallo Sarah,

    wie ich schon getwittert habe, bin ich mir meiner inneren Stimme bewusst. Im Normalfall würde ich sagen, sie hört sich so an wie meine gesprochene Stimme. Wenn ich mir meine Stimme allerdings als Sprachnachricht anhöre... Naja, klingt anders.

    Beim Lesen nehme ich unterschiedliche Stimmen war, gerade bei Dialogen. Wahrscheinlich will mir mein Hirn damit ein klareres Bild der protagonisten zeigen, keine Ahnung.

    Liebe Grüße
    Tina

    #Litnetzwerk

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Tina,

      das Gefühl kenne ich. Meine innere Stimme klingt auch so, wie ich meine Stimme beim Sprechen höre. Aber wenn ich dann mal eine Aufnahme meiner Stimme anhöre, klingt das fast wie ein anderer Mensch...

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  22. Hallo Sarah,

    mega spannendes Thema. Tatsächlich habe ich da noch nie drauf geachtet, ob ich eine innere Stimme habe oder nicht, ich lese einfach, habe aber keine Ahnung, ob mir das in meinem Kopf jemand vorliest oder nicht. Wobei.. selbst wo ich diesen Text schreibe, ist da scheinbar jemand, der mir den geschriebenen Text vorliest. Verrückt. Das sollte ich defintiv mal im Auge behalten. Danke für diesen wirklich tollen Artikel!

    Liebe Grüße, Ela
    #litnetzwerk

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ela,

      vielen Dank für das Lob und deinen Kommentar!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  23. Hallo Sarah,

    ich hatte ja schon mal auf Twitter kommentiert, aber hier nun nochmal im Beitrag selbst. Außer wenn mich ein Artikel wie dieser hier an die innere Stimme erinnert, höre ich die eigentlich fast nie. Außer ich entscheide mich bewusst, etwas "laut" zu lesen. Dann werde ich aber auch langsamer.

    Der Artikel hat mich in der Hinsicht nachdenklich gemacht, ob Geschichten emotionaler wären, wenn ich sie hören würde. Allerdings vermute ich eher, dass ich mich dann ärgern würde, dass mir bei den Wörtern (ich lese ja fast nur auf Englisch) dann die richtige Aussprache nicht einfällt und leider im Gegensatz zu dir mein Gehirn nicht die richtige Aussprache zu kennen scheint XD Das wäre wirklich sehr praktisch ...

    Viele Grüße
    Elena

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Elena,

      das klingt auf jeden Fall spannend! Bislang habe ich von anderen nur gehört, dass sie die Stimme entweder haben (und evtl. bewusst abstellen können) oder sie nicht haben. Du bist die erste, von der ich höre, die sie bewusst anschalten/ aktivieren kann.

      Ja, gerade bei Fremdsprachen wird es seltsam, wenn die innere Stimme das nicht hinbekommt. Ich hatte auch schon den Fall, dass meine innere Stimme ein Wort zwar mit englischem Klang, aber anderer Aussprache gelesen hat. Das war... seltsam *lach*

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
  24. Die Diskussion habe ich auf Twitter mitbekommen und finde das total spannend, weil ich auch dachte, jeder hätte von Natur aus diese Stimme. ich weiß allerdings, dass man sie sich "abtrainieren" kann, weil ich in einem Buch über Speed Reading gelesen habe, dass nur die Stimme uns beim Lesen zurückhält und wir durchs überfliegen die Informationen genauso gut aufnehmen würden. Wie genau man sie loswird, habe ich bisher aber nicht rausgefunden. Ich muss aber auch sagen, dass ich sie mag, weil es so immer ist, als hätte man seinen persönlichen Vorleser dabei.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Jacquy,

      das Abtrainieren hab ich mal versucht, war aber nicht sonderlich erfolgreich... Dazu werde ich demnächst mal noch etwas schreiben.
      Mir ist die innere Stimme auch viel lieber als die Stille, die ich beim Schnelllesen habe. Irgendetwas fehlt dann.

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen
    2. So geht es mir auch, zumindest beim Lesen von Büchern. Wenn man Fachtexte oder Artikel nur auf der Suche nach bestimmten Informationen überfliegen möchte, wäre das natürlich super praktisch, aber für diese Aufteilung müsste man die Stimme auf Wunsch ein- und ausschalten können und das stelle ich mir noch deutlich schwieriger vor, als sie sich nur abzugewöhnen.

      Löschen
  25. Danke für diesen großartigen Beitrag über die innere Stimme beim Lesen. Ich selbst sage immer, dass ich ein auditiver Leser bin, da ich nur meine innere Stimme in ein paar Standardvariationen höre. Für much sind so Sätze wie Lesen ist wie Kino nur besser immer total unverständlich gewesen, da ich extrem viel Arbeit in visuelle Leseeindrücke stecken muss, ich muss mein Lesen dann aktiv unterbrechen und darüber nachdenken, wie ich das jetzt visualisieren würde.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ri,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße
      Sarah

      Löschen

Vielen Dank für deinen Kommentar!

Hinweis: Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du, dass der von dir geschriebene Kommentar und die personenbezogenen Daten, die damit verbunden sind (z.B. Username, E-Mailadresse, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhältst du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.