2018 - Mein buchiger Jahresrückblick

Donnerstag, 27. Dezember 2018 | 4 Kommentare
Bücher mit Lichterkette

Hallo ihr Lieben,

Weihnachten ist vorbei, Silvester steht vor der Tür. Damit neigt sich schon wieder ein Jahr dem Ende zu. Alle Jahre wieder verblüfft es mich, wie schnell ein doch eigentlich so langes Jahr vergehen kann. Und wie viel innerhalb eines Jahres geschehen kann.
Meine Bachelorarbeit, der Studienabschluss und der Beginn meines ersten Vollzeitjobs sind nur drei große Ereignisse in diesem Jahr, die einige Veränderungen mitgebracht haben.
Auf dem Blog ging es ähnlich ereignisreich zur Sache. Insgesamt 51 Posts sind in diesem Jahr online gegangen. Mit dem Monatsrückblick, der noch auf seine Veröffentlichung wartet, werden es 52 sein. Statistisch betrachtet jede Woche ein Beitrag - angesichts meines Sommerlochs finde ich das eine richtig gute Bilanz. Dazu über 600 Kommentare, für dich ich einfach keine anderen Worte finde als das: Ein dickes, fettes DANKESCHÖN! Ihr seid super!
Besondere Ereignisse gab es hier natürlich auch: Im April und Mai hielt uns die DSGVO auf Trab und bescherte dem Pergamentfalter einen nie dagewesenen Besucheransturm. Ebenfalls im Mai feierte ich meinen fünfjährigen Bloggeburtstag und beschloss, mehr Klassiker zu lesen. Im September, nach meinem Sommertief, startete ich mit meiner Bloggerwissen-Rubrik, in der ich nun auch über technische Themen schreiben werde.

Jetzt, Ende Dezember, möchte ich einen Blick zurück auf mein Bücherjahr 2018 werfen. Was habe ich 2018 gelesen? Welche Bücher konnten mich besonders begeistern? Wohin führte mich meine Lesereise?

Lesestatistik

2018 habe ich 29 Bücher mit insgesamt über 14.000 Seiten gelesen. 4 mehr, als ich mir Anfang des Jahres vorgenommen hatte.
Ein Großteil der Bücher war selbst gekauft, ertauscht oder geliehen, worauf ich besonders stolz bin. In den letzten Jahren habe ich ziemlich viele Rezensionsexemplare angenommen und kam dadurch kaum noch dazu, die Bücher zu lesen, die schon in meinem Regal standen. Das wollte ich 2018 ändern und habe es erfolgreich geschafft.

Highlights und besondere Bücher

Wie immer konnten mich manche Bücher mehr als andere begeistern. Ursprünglich wollte ich euch meine Top 5 Lesehighlights vorstellen, hab dann aber gemerkt, dass ich diese tollen Bücher ungern in ein Ranking zwängen möchte. Dafür sind sie alle zu verschieden. Stattdessen habe ich mich für mehrere Highlight-Kategorien entschieden.

Das erste Buch des Jahres

... war "A Darker Shade of Magic" von V. E. Schwab. Ein Highlight gleich zum Jahresanfang, denn dank einer spannenden Geschichte, tollen Figuren und einer wundervollen Darstellung von Magie ist mir dieses Buch noch immer sehr gut in Erinnerung.

Eine neue Sichtweise

... bescherten mir gleich zwei Bücher in diesem Jahr. Zwei Klassiker, um genau zu sein.
Nummer eins war gleichzeitig das erste Buch, das ich für die Klassiker-Leseliste las: George Orwells "1984". Zuvor war der Begriff "Big Brother" für mich vorrangig durch die gleichnamige Reality-TV-Sendung besetzt. Auch die Wendung "großer Bruder" kannte ich allenfalls aus der Familie und dem namensgleichen Song von Zlatko. Nach dem Lesen hat sich das geändert. "Big Brother" verbinde ich nun mehr denn je mit Überwachung, Gleichschaltung und einer beängstigenden Dystopie. Außerdem bin ich überrascht, wie oft mich nun etwas an "1984" erinnert. Erst kürzlich hatte ich dieses Flashback, als ich "Nanos" von Timo Leibig las...
Buch Nummer zwei ist Tolkiens "Der Herr der Ringe", das mir u.a. eines gezeigt hat: Tolkiens Bücher sind doch nicht so doof, wie ich dachte. Vielleicht wage ich mich 2019 tatsächlich nochmal an den "Kleinen Hobbit" und finde heraus, ob ich den mittlerweile auch lieber mag als damals in der Schule.

Zurück zum Ursprung

... ging es mit Bram Stokers "Dracula".
Wenn ich Vampirliteratur lese, dann meistens solche, die irgendwelche modernen Vampirformen darstellt. Selten taucht ein Vampir in seiner ursrprünglichen, monströsen Form auf. Das wollte ich ändern - und gleichzeitig ein weiteres Buch auf der Klassikerliste abhaken. Der originale "Dracula" konnte mich tatsächlich noch überraschen, obwohl ich einen Großteil der Geschichte bereits kannte. Ein Lesehighlight der etwas anderen Art!

Eine lang ersehnte Fortsetzung

... lieferte Sandrone Dazieri mit "Schwarzer Engel". Lange hatte ich auf den neuen Fall von Colomba Caselli und Dante Torre gewartet und war daher umso euphorischer, als er endlich in den Buchhandel kam. Das Duo konnte mich definitiv wieder begeistern und ich freue mich jetzt schon - mehr denn je - auf den dritten Band.
Wobei ich mir manches Mal wünsche, das Buch erst gelesen zu haben, nachdem der dritte Band erschienen ist. Dank des Endes verdient "Schwarzer Engel" zusätzlich das Abzeichen für den "Leseschock 2018".

Das letzte Buch des Jahres

... war "Doors X - Dämmerung" von Markus Heitz. Nachdem mich der erste Doors-Band ziemlich enttäuschte, war ich vom zweiten recht angetan. Rezension folgt im neuen Jahr!

Das Jahreshighlight

Tatsächlich gibt es ein Buch, das mich 2018 so begeistert hat wie kein anderes. Oder vielmehr eine Dilogie: "Six of Crows" von Leigh Bardugo. Ein absolutes Lesehighlight mit genialen Charakteren und einer spannenden Handlung, die mir tolle Lesestunden beschert hat. Von so genialen Büchern darf es 2019 gern mehr geben!

Eine Lesereise geht zu Ende

Anfang des Jahres hatte ich beschlossen, die realen Orte, die ich in Büchern besuche, auf einer Karte zu verzeichnen. Ende des Jahres sieht diese Karte nun so aus:

Lesereise 2018 Karte
Ich war sehr viel in (Mittel-)Europa unterwegs, nahezu gar nicht dagegen in Afrika, Australien, Mittel- und Südamerika. Auch in Asien und Nordamerika war ich nicht allzu viel unterwegs. Meine genauen Stationen könnt ihr hier nachlesen. Die Übersicht werde ich wahrscheinlich im Februar 2019 vom Netz nehmen.

Vorsätze für 2019

Entgegen meiner Einstellung, im Privaten keine "guten Vorsätze" zum Jahreswechsel zu haben, habe ich ein paar buchige Pläne für das neue Jahr gefasst.
  • Ich möchte wieder 25 Bücher lesen.
    Mit dieser Zahl bin ich in den vergangenen Jahren gut gefahren und merke, dass es das ist, was ich gut schaffen kann. Daher bleibe ich dabei. Wenn es mehr werden, um so besser!
  • Ich werde meine Lesereise fortsetzen.
    Auch für 2019 habe ich wieder eine Karte vorbereitet für all die Orte, die ich bereisen werde. Dazu habe ich beschlossen, die besuchten Orte nicht mehr nur noch nach Ländern zu sortieren, sondern detaillierter die einzelnen Ortschaften zu notieren. Zudem hoffe ich, mehr außerhalb Europas herumzukommen. Mal schauen, inwieweit meine Bücher diesem Plan folgen.
  • Die meisten Bücher möchte ich kaufen, tauschen oder ausleihen.
    Oben hatte ich schon mal darüber geschrieben. Ich möchte daran festhalten, dass Rezensionsexemplare nur einen kleinen Teil meines Bücherstapels ausmachen. Damit fühle ich mich einfach wohler und entspannter. Vielleicht folgt ihm neuen Jahr generell mal ein Artikel zu meinem Umgang mit Rezensionsexemplaren.

Im Gespräch

Wie war euer (Lese-) Jahr 2018?
Hattet ihr besondere Highlights oder Erlebnisse? Nehmt ihr euch für 2019 etwas Bestimmtes vor?

4 Kommentare

  1. Liebe Sarah,

    da war in diesem Jahr bei Dir einiges los. Ich lese ja erst seit Mai hier mit und bin irgendwie davon ausgegangen, dass Du schon immer viele Klassiker liest.
    Ich stelle bei Dystopien auch häufiger Parallelen zum realen Leben fest und finde das dann irgendwie gruselig. Ich finde es spannend, dass "Big Brother" in Orwells Geschichte eine neue Bedeutung bekommt.

    Ich habe in diesem Jahr einen kleinen Rekord aufgestellt, was das Beenden von Geschichten betrifft. Und zwar habe ich es wirklich geschafft über 50 Geschichten zu beenden. Damit hätte ich absolut nicht gerechnet. Aber vermutlich hängt es hauptsächlich damit zusammen, dass ich in diesem Jahr auch viel Zeit hatte. 2019 wird sich das wahrscheinlich ändern.

    Eines meiner Jahreshighlights war "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" von Genki Kawamura. Hier geht es um einne Postboten, der eine tödliche Diagnose bekommt. Dann taucht der Teufel bei ihm auf und schlägt hm vor, dass er länger leben kann, wenn dafür jeden Tag eine Sache von der Welt verschwindet. Der Autor setzt sich hier sehr gut mit den Dingen auseinander, die verschwinden sollen und stellt somit die Frage, was wir im Leben wirklich brauchen, aber ohne dabei zu moralisieren.

    Ich versuche mir auch immer so wenig Vorsätze wie möglich zu machen, weil ich es auch irgendwie frustrierend finde, wenn ich Dinge nicht schaffe, die ich mir aber vorgenommen habe.
    Dein Ziel, möglichst wenig Rezensionsexemplare anzufragen, finde ich sehr spannend. Ich persönlich frage nur die Titel an, die mich wirklich interessieren. DAnn kann es mal vorkommen, dass es in einem Monat drei Geschichten sind, dann aber Monate folgen, in denen ich nur selbst gekauftes oder geschenktes lese / höre.
    Eiens meiner Ziele für 2019 ist es, ein regelmäßiges Blogprogramm hinzubekommen: Damit meine ich zum einen feste Tage an denen Beiträge online gehen sollen und auch bestimmte Tage für Beiträge z.B. Montags und Mittwochs sollen Rezensionen online gehen und am Freitag ein Beitrag, der entweder direkt oder indirekt etwas mit der Literatur zu tun hat. Ich bin mal gespannt, ob mir das gelingt.

    viele Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht

    Emma

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    1. Hallo Emma,

      erstmal vielen Dank für deinen langen Kommentar!

      Ja, die Klassiker kamen tatsächlich erst dieses Jahr dazu. Vorher habe ich maximal in der Schule welche gelesen.

      50 Geschichten sind auch eine tolle Zahl. Glückwunsch dazu!
      "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" kenne ich vom Hören. Ein paar Leute hatten sich dazu auf Twitter ausgetauscht und da klang es auch richtig gut :-)

      Ja, so mache ich es eigentlich auch. In den Vorjahren habe ich allerdings ziemlich viele Bücher angefordert, die mich angesprochen haben, und das wurde mir einfach zu viel. Daher schraube ich lieber zurück und packe mehr Bücher auf die Wunschliste.
      Das klingt nach einem schönen Plan. Ich wünsche dir viel Erfolg, dass es klappt!

      Liebe Grüße und ebenfalls einen guten Rutsch
      Sarah

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  2. Schönen guten Morgen Sarah!

    Freut mich dass du dein Leseziel erreicht und sogar übertroffen hast und auch viele tolle Bücher dabei waren! Es war ja einiges los bei dir, da muss man sich die Lesezeit ja immer etwas freischaufeln :)

    Den ersten Band der Weltenwanderer Trilogie hab ich auch gelesen und obwohl ich die Ideen toll fand, konnte es mich nicht so ganz mitnehmen, woran es genau lag, kann ich gar nicht so recht sagen ...
    Ohhh Herr der Ringe *.* Das hab ich letztes Jahr auch gelesen, allerdings nochmal nach sehr langer Zeit. Ich liebe die Reihe einfach <3

    "Dracula" hab ich auch vor URzeiten gelesen *lach* Aber das mochte ich damals auch sehr und das wäre auch ein Buch, das ich gerne nochmal lesen würde.

    Mein Vorsatz im Neuen Jahr ist ähnlich dem deinen vom letzten Jahr: nicht so viele Rezi-Exemplare und mich mehr um meinen SuB und vor allem die Wunschliste kümmern, vor allem die Kandidaten, die schon länger darauf ausharren. Mal sehen, ob ich es genauso gut schaffe wie du :)

    Mein erstes Buch in diesem Jahr war tatsächlich auch ein Highlight! "Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod" von Gerhard Jäger: absolut ungewöhnlich und ein mega Schreibstil!

    Ich wünsche dir ein richtig gutes Jahr mit vielen schönen Lesestunden!

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Mein Jahresrückblick

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    1. Hey Aleshanee,

      da sagst du was! Wobei ich zwischen Studienende und Jobanfang glücklicherweise einiges an freier Zeit hatte. Das hat die stressigen Phasen, in denen ich kaum zum Lesen kam, ein bisschen ausgeglichen :D

      Ich musste gerade tatsächlich erstmal googeln, was du mit der Weltenwanderer-Trilogie meinst *lach* So ist das wohl, wenn man Bücher nur auf Englisch liest und die deutschen Übersetzungen irgendwie ausblendet. xD
      Vielleicht lag es an der Übersetzung? Kurz nachdem ich den ersten Band gelesen hab, hatte ich mal in die deutsche Übersetzung reingelesen und die wirkte auf mich irgendwie hölzern und leblos ...

      Ich drück dir die Daumen, dass du es schaffst! Ich fand es letztes Jahr wirklich sehr entspannend. Ein Hauptgrund, warum ich dabei bleibe <3

      Von dem Buch habe ich bislang noch gar nichts gehört. Hab es eben mal gegoogelt; die Kurzbeschreibung klingt recht interessant. Erinnert mich, zumindest was das Setting und den Grundtenor angeht, etwas an "Das Böse, es bleibt" von Luca d'Andrea.

      Danke, das wünsche ich dir auch! Und zusätzlich noch Gesundheit, davon können wir alle nie genug haben :)

      Liebe Grüße
      Sarah

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