In 10 Schritten zur perfekten Rezension

Freitag, 21. September 2018 | 50 Kommentare
Das Buch ist ausgelesen, die Gedanken sind sortiert. Ihr öffnet den Editor in eurem Blog. Die weiße Seite schaut euch an. Früher hättet ihr gezögert, überlegt. Wie fange ich an? Welche Infos setze ich an den Anfang und welche lieber ans Ende? Worauf sollte ich beim Schreiben verzichten? Und wie gestalte ich die Rezension am besten? 
Doch nicht heute. Heute ist alles anders. 
Eure Finger fliegen über die Tasten, fast ohne nachzudenken. Denn ihr wisst Bescheid. Ihr habt den Heiligen Gral der Buchblogger gefunden: Ihr kennt das Geheimnis der perfekten Rezension.

cover_perfekte_rezension

Gibt es sie tatsächlich, die perfekte Rezension? Und wenn ja: Wie sieht sie aus?

Vor ein paar Tagen startete ich eine Reihe von Umfragen auf Twitter zu diversen Aspekten in Rezensionen. In den Antworten lässt sich vielfach eine ganz klare Mehrheit erkennen, was gefällt - und was eher nicht.

Abgeleitet aus den Antworten sind das

Die 10 Schritte zur perfekten Rezension

1. Zeig her, das Buch!

Das Internet ist eine visuelle Welt. Selbstverständlich darf daher auch in einer Rezension ein bildlicher Eyecatcher nicht fehlen. Ob Coverbild von der Verlagsseite oder das bevorzugtere selbstgemachte Foto - vergesst keinesfalls ein Buchbild!

2. Ein paar(!) Details

Die perfekte Rezension besteht nicht nur aus eurer Meinung, sondern braucht auch ein paar Informationen zum Buch. Wie viele Seiten hat es? Wann und wo ist es erschienen? Ist es Teil einer Reihe? Schmeißt nur nicht mit zu vielen Infos um euch. Das wäre langweilig.
Ansonsten ist es ziemlich egal, wo genau ihr diese Infos unterbringt. (Nur bitte nicht mitten im Text!) Ein schwacher Trend geht zur Infobox gleich am Anfang eurer Rezension. Als Abschluss am Ende wird sie aber fast genau so gern gesehen.

3. Worum geht's?

Neben den sachlichen Infos braucht es auch noch einen inhaltlichen Einblick. Aber bitte: Einblick nicht Durchblick! Verratet nicht schon die gesamte Geschichte.
Wer mag, kann natürlich einfach den Klappentext kopieren. Das besondere Etwas - und der nächste Schritt zur perfekten Rezension - ist jedoch eine selbst formulierte Kurzbeschreibung.

4. Keine festen Strukturen!

Die perfekte Rezension braucht Dynamik. Vergesst festgefahrene Strukturen, die ihr bei jedem Buch abhandelt. Das ist genau so langweilig, wie es klingt.
Lasst euch stattdessen von euren Leseeindrücken leiten und schreibt über das, was für euch wichtig und erwähnenswert scheint. Die perfekte Rezension ist vor allem eines: Echt und unverfälscht. Schreibt, was und wie es sich richtig anfühlt. (Aber bitte vergesst Grammatik und Rechtschreibung dabei nicht.)

5. Zitieren erlaubt

Die perfekte Rezension ist eine Rezension, die nicht nur behauptet, sondern auch belegt. Zitate machen sich dazu immer gut. Ihr müsst sie aber nicht nutzen.
Doch aufgepasst: Wenn ihr zitiert, habt ein Auge auf die Richtlinien des Verlags! Viele Verlage beschränken die Länge von Zitaten.

6. Fasst euch kurz. (Meistens.)

Die perfekte Rezension ist kurz und knackig. Verzichtet auf ausschweifende Beschreibungen und konzentriert euch auf's Wesentliche.
Zumindest meistens. Ihr könnt ein Buch natürlich auch in seiner ganzen Breite diskutieren - ohne Angst vor Verlusten und vor allem ohne Angst vor Spoilern. Auch so kann eine perfekte Rezension sein. Es hängt ganz von eurer Zielgruppe ab - die ihr in jedem Fall vorm Schreiben klären solltet!

7. Für wen schreibt ihr überhaupt?!

Stellt euch eure Leser vor. Haben die das Buch schon gelesen? Oder wollen sie es erst noch lesen? Die perfekte Rezension muss nicht zwingend spoilerfrei sein. Wer das Buch schon gelesen hat, kann von Spoilern sowieso nicht mehr überrascht werden. Also könnt ihr auch gleich richtig über Inhalte diskutieren, statt sie nur mühsam zu umschreiben.
Trotzdem nicht vergessen: Spoilerhinweis am Anfang, wenn ihr spoilert. Die perfekte Rezension enttäuscht schließlich keine Leser - auch die nicht, die von der Perfektion eurer Rezension angelockt wurden, das Buch aber erst noch lesen wollen.

8. Fazit nicht vergessen!

Den Abschluss einer perfekten Rezension bildet ein kurzes Fazit. Gern gesehen sind auch Punkte- oder Sternewertungen (und wer mag, kann sogar Einhörner verteilen).

9. Networking

Theoretisch seid ihr nun fertig. Doch eine richtig perfekte Rezension ist kein Einzelkämpfer. Verlinkt deswegen auch andere Blogs, die über dieses Buch geschrieben haben - und zwar nicht nur solche, die eure Meinung teilen!

Fertig ist die perfekte Rezension.

Nur einen Moment noch: Ich hatte euch schließlich 10 Schritte versprochen.
Daher jetzt mal im Ernst:

10. Die perfekte Rezension?!!

All diese Punkte sind schön und gut, aber mal ehrlich: Die perfekte Rezension gibt es nicht. Und auch keinen Heiligen Gral der Buchblogger. Wer den dennoch suchen will: Sorry, hier findet ihr ihn nicht!
Rezensionen sind - wie Buchblogs im Allgemeinen - individuell. Und das ist auch gut so. Gäbe es tatsächlich eine Anleitung zur perfekten Rezension, wären diese Rezensionen langweiliger Einheitsbrei. Wer will das schon?

Kompletter Quatsch ist das, was ich oben geschrieben habe, trotzdem nicht. Es zeigt die Meinung der Mehrheit jener Twitterer und Twitterinnen, die an meinen Umfragen teilgenommen haben. Ein Ausschnitt aus aktuellen Vorlieben, der weder repräsentativ noch abschließend ist.

Also nochmal zum Mitmeißeln, falls das nicht deutlich genug wurde: Schreibt eure Rezensionen, wie ihr wollt und wie sie euch am besten gefallen. Geschmäcker sind verschieden, auch in punkto Rezensionen. Bleibt ihr selbst, bleibt ehrlich und behaltet einen freundlichen Ton bei. Dann kann kaum was schief gehen!

Im Gespräch

Wie gefallen euch Rezensionen am besten?
Was macht für euch eine "perfekte" Rezension aus? Und was stört euch an "unperfekten"?

Wie geht ihr eigentlich mit Covern von älteren oder fremdsprachigen Büchern um?
Auf Twitter war es nur eine Sidenote, doch Urheber- und Nutzungsrechte spielen auch bei Covern eine Rolle. Von internationalen Verlagen habe ich dazu noch keine Aussage gehört. Bei älteren Büchern, die von den Verlagen nicht mehr vertrieben werden, können die Nutzungsrechte verfallen sein. Cover dürften dann eigentlich nicht mehr verbreitet werden.
Wie geht ihr mit dieser Grauzone um? Interessiert sie euch überhaupt oder ignoriert ihr sie, weil es juristisch bislang ruhig geblieben ist in der Buchbloggerszene?

50 Kommentare

  1. Ein schöner Überblick zur "perfekten" Rezension :)

    Ich persönlich würde gern freier und innovativer schreiben können, nutze aber dann doch eine Struktur. Wichtig ist für mich allerdings, dass es nicht zu sehr nach Abhaken der einzelnen Punkte aussieht. Wenn da meist nur ein Satz steht, ist es imo besser, gleich einfach Punkte für Schreibstil und Co. vergeben.

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    1. Hey Elena,

      danke dir! So richtig offensichtliches Abhaken, wenn man doch merkt, dass der- oder diejenige gar nicht wirklich weiß, wass er/sie zu dem Punkt groß sagen soll, find ich auch furchtbar. Dann lieber Punkte oder sich wirklich trauen, Abstand von der festen Struktur zu nehmen.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  2. Ein feiner Beitrag! Und ich kann dir nur zustimmen, es gibt keine perfekten Rezensionen. Es ist ja auch als erstes ganz subjektiv - wer liest sie? was und wie liest die Person solche Meinungen gerne? Ich denke es ist einfach wichtig, die ersten 9 Punkte im groben zu beachten (klassisches Fazit gibt es bei mir bspw. nicht und nicht jeder Abschlusssatz gibt deutlich wieder ob ich sage "Lesen oder liegen lassen"). Aber ich denke auch, kurz ist besser. Zumal zu viel Text einfach nicht gelesen sondern überflogen wird.

    Die Frage nach dem "Für wen schreibe ich" finde ich sehr gut. Denn meistens führt genau das bei meinen Rezis zu zu wenig Austausch Eben weil ich schreibe um anzuzuckern oder "abzuraten". Diskussionen & Co. würden ja eher entstehen, wenn ich weitaus detaillierter auf Inhalte eingehe. Nur sehr selten baue ich Spoiler, auf die ich hinweise, ein.

    Liebe Grüße
    Janna

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    1. Hallo Janna,

      danke! Da kann ich dir nur zustimmen. Ich hab bei mir auch gemerkt, dass ich früher aus einem Trott heraus direkt immer Rezensionen für potenzielle Leser geschrieben hab. Mittlerweile wag ich mich da auch mal von weg und baue Spoiler (mit Warnung ;-) ) ein. Aber die Standard-Ansicht zu Rezensionen auf Buchblogs geht meiner Meinung nach immer noch sehr zur (Nicht-) Empfehlung und kaum zur Diskussion von gelesenen Büchern.

      Liebe Grüße
      Sarah

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    2. Das stimmt, Austausch und Diskussion gehen ja auch meist erst zu Büchern die die kommentierten Personen selbst kennen - vielleicht etwas als zusätzliche Rubrik innerhalb einer Rezi einbauen?

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    3. Ich spiele schon länger mit dem Gedanken von komplett spoilernden Rezensionen (natürlich mit Vorwarnung), in denen ich mal wirklich auf konkrete Entwicklungen in dem jeweiligen Buch eingehe. Macht letztlich aber auch nur wirklich Sinn bei Büchern, die viele gelesen haben. Bei Büchern, die kaum jemand kennt, finde ich eine Rezension, die zum Lesen anregt (wenn es ein gutes Buch ist), dagegen wesentlich sinnvoller.

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    4. Und schon siehe man, selsbt der Aufbau einer Rezension ist kein Thema für mal eben!

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  3. Ein schöner Beitrag. Für mich sind das auch alles die Punkte, die ich bei Rezensionen beachte bzw. die mir auf anderen Blogs wichtig sind. Ich tendiere ja nur leider immer etwas zum ausschweifen :D, aber meine Blog Texte sind generell etwas länger, somit hoffe ich wissen meine Leser worauf sie sich dann einlassen. Ehrlichkeit finde ich verdammt wichtig, denn sonst bringt mir das ja als Leser nichts. Finde es somit gut, wenn man auch mal Kritik übt und nicht alles über den Klee lobt. Natürlich darf man das wenn ein Buch gut ist, aber ich kann nicht glauben, dass das immer der Fall ist.

    Auch das andere verlinkt werden finde ich super. Ich frage ja auf Twitter nun auch immer, ob jemand ein Werk rezensinert hat, wo bei mir eine Rezension online geht. Bisher kam da aber nur noch nicht so viel an Rückmeldung, aber liegt sicherlich auch daran das ich nicht immer die neuesten Werke rezensiere. Für mich haben Bücher aber kein Verfallsdatum, deshalb versuche ich da einen Mix hinzubekommen.

    Das man den Inhalt selbst zusammenfasst finde ich auch wichtig. Kopieren ist langweilig, das könnte ich ja auch selbst auf der Verlagsseite lesen.

    Lg Nicole // litnetzwerk

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    1. Hey Nicole,

      dankeschön! Haha, das kommt mir bekannt vor! Ich zwing mich auch, mich kurzzufassen, aber gelingen tut das nicht so oft, wie ich will *lach*

      Wenn alles immer nur super ist, geht für mich auch schnell die Glaubwürdigkeit verloren. Ich mein, klar, es gibt einige Blogger und Bloggerinnen, die nur Empfehlungen teilen und das auch offen so kommunizieren, aber da fehlen mir kritische Ansichten richtig.

      Das mache ich mittlerweile auch und finde es auch schön, das bei anderen zu sehen. Suche mir aktuell aber eher selbst Blogs zum Verlinken, weil sich wie bei dir nicht so viele auf meine Tweets melden.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  4. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und auch dafür, dass du dir die Mühe mit den Twitter-Umfragen gemacht hast. Super spannend zu sehen, wie die "perfekte Rezension" aussehen müsste. Vor allem interessant finde ich den Punkt "Keine festen Strukturen", weil die meisten Rezensionen in der Bloggosphäre ja eben doch immer nach derselben Struktur aufgebaut sind und sich an festen Vorgaben entlanghangeln.
    Mir persönlich ist beim Lesen von Rezensionen immer wichtig, etwas über das WARUM? zu erfahren. Also kein bloßes "Die Charaktere haben mir überhaupt nicht gefallen" sondern noch eine entsprechende Begründung dazu - das kommt hier und da mal etwas zu kurz. Mit Klappentexten kann ich außerdem wenig anfangen, die übergehe ich beim Lesen immer - ich mag lieber eine Zusammenfassung in eigenen Worten. Aber das ist natürlich nur persönlicher Geschmack. Jeder wie er's mag :) Liebe Grüße!

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    1. Hallo Karo,

      danke dir für dein Lob!

      Ich glaube, der Strukturaspekt ist sehr unterschiedlich in der Blogosphäre. Ich hab zB viele Blogs in meiner Leseliste, die entweder wirklich frei schreiben oder eine ganz grobe Struktur haben (zB Positiv/ Negativ), die nicht so eng und bindend wirkt.

      Stimmt, Erklärungen sind immer wichtig! Nur behaupten können wir alles, aber ein bisschen Erklärung ist mir echt wichtig, um die Lob- und Kritikpunkte überhaupt richtig verstehen und einschätzen zu können.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  5. Hallo Sarah,
    ich finde du hast das Thema "Perfekte Rezension" einfach perfekt auf den Punkt gebracht :o) Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Vielen Dank für diesen schönen Artikel <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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  6. Liebe Sarah,

    vielen Dank für Deinen Artikel. Meine erste Amtshandlung bestand darin, Dir jetzt auf Twitter zu folgen, um beim nächsten Mal auch an Deinen Umfragen teilnehmen zu können :-).
    Das Thema "Rezensionen" habe ich ja neulich in der Facebook Gruppe "Litnetzwerk" angestoßen, deswegen war ich besonders gespannt, wie Du Deinen Beitrag gestaltet hast.

    Ich denke auch, dass es die perfekte Rezension nicht gibt. Ich muss kleinlaut gestehen, dass ich eher selten Rezensionen lese. Ich mag es tatsächlich ganz gerne, wenn die Rezensionen Unterüberschriften haben, die dann kennzeichnen, um was es in dem Absatz geht. Da ich hauptsächlich Hörbücher rezensiere, sind mir Unterüberschriften wichtig, damit auch der "Nicht Hörbuchhörer" etwas von meiner Rezension hat, wenn er sich z.B. nur für die Geschichte, aber nicht für das Medium Hörbuch interessiert. Wenn ich Rezensionen lese dann überspringe ich z.B. gerne den Teil, in dem der Rezensent über das Cover berichtet.

    Was ich an Rezensionen besonders mag, ist, enn ich nach der Rezension mehr über die Geschichte weiß, als vor dem Lesen der Rezension. Und das ist auch so ein bisschen mein Leitsatz bei meinen eigenen Rezensionen.
    Ich lese hauptsächlich Rezensionen zu Geschichten, die ich bereits gelesen habe, um mich dann in den Kommentaren über die Geschichte austauschen zu können. Ab und an lese ich auch mal Rezensionen zu Geschichten, die mich interessieren, von denen ich aber nicht ganz sicher bin, ob sie wirklich etwas für mich sind.

    Was die Sache mit den Covern betrifft: Ich habe Hörbücher, die sind so alt, dass es sie gar nicht mehr im Handel gibt. Das heißt es gibt auch kein Cover auf der Verlagsseite. Hier habe ich mir überlegt, ob ich das Hörbuch, sofern es haptisch bei mir vorhanden ist, einfach abfotografiere. Es gibt aber auch Hörbuch Verlage, die mir nicht erlauben, das Cover oder die Hörprobe in Rezensionen und Podcast Folgen einzubinden. Da schreibe ich dann einfach einen Post ohne Bild.

    viele Grüße und ein schönes restliches Wochenende wünscht

    Emma

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    1. Hallo Emma,

      wow, erstmal vielen Dank für deinen langen Kommentar!
      Der FB-Beitrag hat auch mal wieder meine Grübelei angestoßen, ob ich meine Rezensionen nicht irgendwie verändern/ verbessern kann. Hat dann zwar noch ein bisschen gedauert, aber losgelassen haben mich die Gedanken nicht mehr, wie man hier sehen kann ;-)

      Mit "mehr über die Geschichte wissen" meinst du in den Sinne Spoiler (für diejenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben) oder einfach ein paar Informationen zu allgemeinen Thema der Geschichte und zu den Charakteren?

      Das finde ich eine gute Lösung :-) Fragst du bei den Verlagen dann regelmäßig nach, ob du das jeweilige Cover zeign darfst, auch wenn das Hörbuch nicht mehr vertrieben wird?

      Liebe Grüße
      Sarah

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    2. Guten Morgen Sarah,

      mit "mehr über das Buch erfahren" meine ich z.B. das der Rezensent erzählt, wie der Inhalt auf ihn gewirkt hat, was die Charaktere ausmacht (hier z.B. ein paar Eigenschaften) und wie dem Rezensent die Charaktere gefallen haben. (Als Anka von "Ankas Geblubber" noch ihre Wochengeblubber produziert hat, hat sie mich oft neugierig auf Bücher gemacht). Gespoilert werden muss meiner Meinung nach nicht. Allerdings gibt es auch Klappentexte, die, wenn man das Buch gelesen hat, schon ein bisschen gespoilert wirken.

      Als ich anfing, Podcast Folgen zu produzieren, habe ich viele Hörbuch Verlage angeschrieben, weil ich u.a. auch wissen wollte, ob ich die Hörproben verwenden darf. Anhand der Rückmeldungen habe ich einen ganz guten Überblick, von wem ich Cover und / oder Hörproben benutzen darf. Ab und an schreibe ich dann noch Verlage an, wenn ich mir nicht ganz sicher bin.

      viele Grüße und einen schönen Sonntag wünscht

      Emma

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    3. Hey Emma,

      achso, ja, das, finde ich, sollte eine gute Rezension wirklich bieten.

      Achso :-)

      LG Sarah

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  7. Hallo liebe Sarah,

    Sehr schöner augenzwinkernder Beitrag. Mich persönlich würde dringend interessieren, was so ein Leser als zu lang empfindet. Sehr oft lese ich von Leuten, die meinen, dass sie keine langen Rezensionen mögen. Aber was ist denn lang? Ich glaube, ich werde es wohl nie erfahren. ;) Eigentlich auch egal, im Moment denke ich, dass ich eine gute Art gefunden habe, meine Rezensionen zu schreiben.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

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    1. Hey Karin

      danke dir! Das ist natürlich eine sehr gute Frage. Wobei ich vermute, dass das noch individueller ist als die bloße Frage, ob lieber kurze oder ausführliche Rezensionen gelesen werden. Ich hab mich mittlerweile bei ca. 500 bis 550 Worten eingependelt und finde das recht gut :D

      Liebe Grüße
      Sarah

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  8. Der Beitrag gefällt mir. Zwar zusammengefasst, was gern gesehen wird, aber trotzdem noch mal deutlich gemacht, dass jeder seinem eigenen Geschmack folgen sollte. Es gibt Aspekte, bei denen man sich nach dem richten kann, was andere gerne haben (z.B. die Infos oder ein Foto), aber den Text selbst muss man schon frei schreiben dürfen, sonst liest er sich auch gezwungen.

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  9. Liebe Sarah,

    spannender Beitrag, den du da geschrieben hast. Viele der Dinge finde ich auch wichtig, wie ein Bild des Buches und die sogenannten bibilografischen Angaben.

    Andere Dinge fallen mir selbst schwer beim Rezensionen schreiben. Kurz fassen zum Beispiel. Ich versuche es immer wieder, aber am Ende ist die Rezension immer länger als geplant. Das Networking am Ende finde ich cool, aber ich setze es derzeit nicht um, da mir teilweise dann einfach die Zeit fehlt, um die passenden Rezensionen zu suchen. Auch mit der Punktebewertung ist das bei mir so eine Sache. Mittlerweile habe ich diese auf meinem Blog abgeschafft, da es mir immer schwieriger fiel, das Buch in eine bestimme Punktzahl "zu pressen". Aber als Orientierung ist das sicherlich hilfreich.

    Die perfekte Rezension scheint es wirklich nicht zu geben, es kommt dann halt doch immer auf die Präferenzen an und man muss dann wohl doch selbst herausfinden, was für einen funktioniert. Aber solange alles ehrlich ist, ist das auch okay :)

    Alles Liebe, Ela

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    1. Hallo Ela,

      kurz fassen finde ich auch schwierig, vor allem, wenn das Buch so viele Aspekte bietet, die ich gern ansprechen und dann nicht nur einfach benennen, sondern auch etwas erläutern will.

      Die Punkte/Sterne scheinen generell ein heißes Bloggerthema sein. Die einen wollen sie am liebsten nie mehr sehen, andere fühlen sich mit ihnen einfach nicht wohl und wieder andere nutzen sie weiter. Ich finde es teilweise schon echt amüsant zu sehen, wie viele Meinungen es zu diesem meist doch eher kleinen Aspekt in Rezensionen gibt.

      Liebe Grüße
      Sarah

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    2. Ohh ja, da gebe ich dir recht. Ich verstehe das Drama darum eigentlich auch nicht. Ob man da nun eine Sternebewertung einfügt oder nicht, ist für mich vollkommen irrelevant. Mich persönlich stört es weder wenn es eine Bewertung gibt noch wenn man sie weglässt und nur das Fazit schreibt.

      Alles Liebe, Ela

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  10. Liebe Sarah,

    ich habe den Beitrag retweetet, weil er so mega ist. Ganz ehrlich, er hilft mir, wenn ich auf die leere Seite starre. Er ist eine Motivation, eine Idee, ein Aspekt, den man sich zu Herzen nehmen sollte.
    Dankeschön!

    Liebe Grüße Tina

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    1. Hey Tina,

      danke dir! Das freut mich, wenn der Beitrag nicht nur mit einem Augenzwinkern gelesen wird, sondern auch noch helfen kann.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  11. Hi!
    Hab gerade deinen Blog über das #litnetzwerk gefunden und der Beitrag hat mich gleich angesprochen. Ich überlege immer wie ich meine Rezensionen ansprechender gestalten kann und hab letztens angefangen mit kleinen Abschnitten vor der Rezension um Leser gezielt anzusprechen.
    Dein Beitrag ist wirklich toll gemacht und die Idee mit den Verlinkungen von anderen Bloggern ist mir schon paar Mal unter die Augen gekommen, sollte es auch mal anfangen!

    Viele liebe Grüße
    Ani

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    1. Hallo Ani,

      danke dir! Freut mich, wenn ich ein paar Anregungen liefern konnte.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  12. Hallo Sarah!

    Ein toller Beitrag, der mich sofort angesprochen hat.
    Ich hab mir die Punkte durchgelesen und bei einigen etwas geseufzt, weil ich zum Beispiel die Sache mit der "Infobox" gar nicht (mehr) mag. Ich hab ganz lange herumprobiert, wie und wo ich die Infos am besten unterbringe, aber irgendwie gefiel mir gar nichts. Deswegen gibt es das aktuell einfach nicht mehr.
    Genau wie die Sterne-Bewertungen. Manchmal finde ich es einfach verdammt schwer, meine Meinung irgendwie in 5 Sterne zu pressen, weil es keine 3 waren, aber vielleicht auch nicht 4. Weil das Buch nicht schlecht war und eine 2-Sterne Bewertung nicht verdient hat. Also hab ich das auch gestrichen.

    Punkt 10 hat mir dann wieder Mut gemacht (ich hab schon gedacht, ich hätte was verpasst^^). Jeder schreibt, wie er sich wohlfühlt und ich denke, dass macht auch die Individualität jedes einzelnen Blogs aus. <3

    LG
    Tilly

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    1. Hey Tilly,

      danke dir!

      Das ist ja auch eine persönliche Entscheidung. Ich zB finde es als "Service" ganz schön, auch wenn ich mir alle Daten vom Buch auch einfach über Autor und Titel online suchen kann und das, wenn mich ein Buch interessiert, meist sowieso mache. Kenne dafür aber auch einige Rezensionen, die mir wirklich gut gefallen, aber weder Infobox, noch Links zu anderen Rezensionen oder so haben.

      Stimme ich dir absolut zu!

      Liebe Grüße
      Sarah

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  13. Hallo Sarah!

    Ich liebe, dass Rezensionen eben individuell sind. Manche der Tipps setze ich bereits um, manches habe ich bis jetzt noch nicht gemacht. Ich zeige zum Beispiel Details wie Seiten, Verlag usw. nicht. Hauptsächlich weil ich da selbst immer drüberscrolle. Andererseits ist das eine gute Anregungen, die sich vielleicht auch automatisch hübsch machen würde.

    Mich stört wenn Klappentexte einfach eins zu eins kopiert werden. Das mag ich gar nicht. Ich mag es lieber, wenn diese kurze Zusammenfassung bzw. der Teaser selbst geschrieben wird.

    Bezüglich Cover Fotos mache ich mir keine großen Gedanken. Ich verwende keine fremden Bilder, sondern fotografiere das Buch immer ab. Klar gibt es für das Cover, dass ich fotografiere Urheberrechte. Ich denke wenn wir alle Gesetze ganz streng nehmen, kann das Internet nicht mehr existieren.

    Liebe Grüße
    Sabrina
    #litnetzwerk

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    1. Hey Sabrina,

      letztlich kann man sich die Informationen ja auch ganz einfach selbst suchen, wenn einen das Buch interessiert. Ich finde es bei mir immer einen schönen "Service" zusätzlich zur Rezension, brauche die Infos bei anderen Rezensionen aber auch nicht zwingend.

      Was die inhaltlichen Infos angeht, bin ich ganz bei dir. Eigene Texte mag ich auch lieber, u.a. weil man an ihnen schön sieht, was der jeweilige Rezensent als wichtig für die Geschichte betrachtet.

      Gutes Argument! *lach*

      Liebe Grüße
      Sarah

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  14. hi sarah,

    mir gefallen rezensionen immer am besten, wenn sie mir nicht zu viel verraten und auch nicht zu lang sind. leider halte ich mich selbst mit meinen texten nicht daran :D irgendwie habe ich auch irgendwie für meine rezensionen eine feste form gefunden, die mich oft nervt, aus der es mir aber schwer fällt, auszubrechen.. vielleicht sollte ich mich auch mal ein wenig umhören, was gut ankommt und was ich mir eher sparen sollte :D

    lg, tina

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    1. Hallo Tina,

      ich glaube, das geht vielen so! Kurze Rezensionen werden lieber gelesen, aber sie selbst zu schreiben, scheint ein Kunststück zu sein. Wobei ja auch immer die Frage ist, was "kurz" wirklich bedeutet ;-)

      Tu das! Mir hat es sehr geholfen. Oder einfach mal, nach dem Lesen eines Buches, frei Schnauze runterschreiben, was mir dazu einfällt und ich sagen will. Dadurch bin ich letztlich bei meinem aktuellen Rezensionsstil gelandet. Vorher war der auch ziemlich schematisch.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  15. ich finde, Rezensionen sollten nicht zu lang sein. Meine sind meistens eher kurz und ich halte mich auch nicht an irgendwelche Vorgaben, sondern schreibe sie so, wie ich es für "richtig" halte.

    Wenn ich mir beim Cover unsicher bin, ob ich es verwenden darf oder nicht, lasse ich es einfach weg. Entweder baue ich dann ein Foto ein oder ich bastel mir ne schicke Grafik (bzw. ein Foto, was ich gemacht habe; nicht unbedingt vom Buch selber und klatsch dann einen Text drauf, z.B. "Rezension zu Buch X") als Header, die irgendwie Bezug zum Buch hat.

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    1. Hey Verena,

      kurze Rezensionen mag ich auch lieber. Wobei ich mitunter das Gefühl hab, dass die Grenze zwischen "kurz und gut" und "zu kurz" schmal ist. Da den richtigen Ton zu treffen, ist manchmal schwierig.

      Die Idee mit den eigenen Grafiken finde ich richtig gut! Ich hab bisher dann einfach das Bild weggelassen, aber so ganz ohne Grafik sieht es auch doof aus.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  16. Hey Sarah,
    ich mag Rezensionen lieber wenn sie knapp sind und nicht zu sehr ausschweifen. Ich versuche meine eigenen Rezensionen immer wieder ein Stück zu verbessern. Aktuell werde ch wohl versuchen mal ohne die Zwischenüberschriften uz arbeiten und einfac mal nur drauf los zu schreiben

    Liebe Grüße
    Lilly

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    1. Hallo Lilly,

      danke dir für deinen Kommentar!
      Ich wünsch dir viel Erfolg bei deinem Versuch :-)

      Liebe Grüße
      Sarah

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  17. Huhu!

    Toll, dass du eine Zusammenfassung deiner Umfrage auf Twitter geschrieben hast. Ich hatte ebenfalls daran teilgenommen & so in den Votes bereits erste Tendenzen erkennen können. In schriftlicher Form ist das Ergebnis aber nochmal greifbarer geworden.

    Liebe Grüße,
    Annika // #litnetzwerk

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    1. Hallo Annika,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße
      Sarah

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  18. Hallöchen,
    einen tollen Beitrag hast du da geschrieben! Ich finde deine Tipps sehr hilfreich, besonders für Blogger, die noch nicht so erfahren mit Rezensionen sind oder für die, die sich und ihre Rezensionen mal selbstreflektiert betrachten wollen.
    Für mich sollten Rezensionen kurz und knapp sein. Und was nicht fehlen darf, ist die Abbildung des Covers. Ob jetzt von der Verlagsseite oder als selbstgemachtes Foto, wie du schreibst, ist mir egal. Ich merke mir Bücher aber häufig eher durchs Cover und brauche das auch zur Wiedererkennung.
    Was die Cover selbst angeht, vertraue ich immer darauf, dass die Verlage das als "Werbung" für sich ansehen und nichts dagegen sagen. Zudem ich die Verlagsseite auch immer noch mit angebe.
    Besonders gut gefallen mir zum Beispiel die Rezensionen vom Blog "Paper and Poetry Blog". Die sind toll geschrieben und sagen viel über das Buch aus :)
    Liebste Grüße, Kate

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    1. Hallo Kate,

      danke dir!

      Ich glaube, so ist es bei den (meisten) Verlagen auch. Hoffen wir einfach, dass das so bleibt ;-)

      Liebe Grüße
      Sarah

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  19. Danke dir für die tollen Anregungen! Den Netzwerkaspekt habe ich sträflich vernachlässigt, das muss ich definitiv ändern.

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    1. Hey Franziska,

      danke dir für deinen Kommentar!

      LG Sarah

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  20. Guten Morgen Sarah!

    Ich finde den Beitrag super, deshalb hab ich ihn heute auch in meiner Stöberrunde verlinkt :)

    Ich wünsch dir einen schönen Tag <3

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee,

      dankeschön! Freut mich, dass der Beitrag dir so gefällt :)

      Liebe Grüße, Sarah

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  21. Liebe Sarah,
    ein sehr beeindruckender Beitrag, den ich so gut und gerne unterschreiben kann. Ich finde auch, dass Bilder und Zitate ganz wichtig in einer Rezension sind, nicht nur weil der Text aufgelockert und der Beitrag schöner anzugucken ist, sondern weil man sich von den Zitaten direkt einen ersten Eindruck vom Schreibstil machen kann :)
    Ich finde es bei Rezensionen auch schön, wenn es viele Abschnitte gibt und eine Art Gliederung. Dass man nicht einen ewig langen Fließtext hat, sondern gegebenenfalls – gerade bei längeren Buchbesprechungen – zu den Themen hüpfen kann, die einen am meisten interessieren. Gerade wenn man das Buch bereits gelesen hat und diskutieren möchte =)
    Alles Liebe,
    Janika

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    1. Hallo Janika,

      danke für deinen Kommentar!

      Abschnitte und Gliederung finde ich auch total wichtig. Ein Fließtext liest sich einfach nicht gut, wenn er ohne Umbrüche geschrieben wurde.

      Liebe Grüße
      Sarah

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  22. Liebe Sarah,

    ich muss gestehen, als ich die Überschrift zu deinem Beitrag las, habe ich einen weiteren dieser belehrenden "So und nicht anders!" Beiträge zum Thema Rezensionen schreiben erwartet, war aber ganz schnell begeistert, nachdem ich die ersten paar deiner Zeilen gelesen hatte.

    Wie du schon selbst geschrieben hast: Rezensionen sind, wie wir Blogger eben auch, individuell und ich finde, daran sollten wir auch nichts ändern wollen. Ich weiß noch gut, dass ich zu Beginn meiner Buchbloggerzeit meine Rezensionen so aufgebaut habe, wie ich es vor Jahren in der Schule mal gelernt hatte. Ich bin auf Figuren, Perspektive, Schreibstil und Botschaft eingegangen, merkte aber nach einer Weile, dass das nicht nur nicht ich war, sondern mir auch absolut keinen Spaß machte. Ich habe mich also gefragt, was ich mit meinem Blog eigentlich möchte. Will ich Bücher auseinander nehmen, oder meine Begeisterung/Enttäuschung teilen und so fiel die Entscheidung für einen anderen Rezensionsaufbau sehr schnell.


    Ganz liebe Grüße,
    Maike

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    1. Hallo Maike,

      vielen dank für deinen Kommentar!

      Genau, bei einem Blog soll es ja auch eigentlich darum gehen, die Begeisterung (oder auch mal Enttäuschung) für ein Buch zu teilen. Mit so "statischen" Rezensionen, die einfach nach Schema F abgearbeitet werden, funktioniert das meines Erachtens nicht.

      Liebe Grüße
      Sarah

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Vielen Dank für deinen Kommentar!

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