[Rezension] Susan Ee: World After

Donnerstag, 5. Oktober 2017 | Kommentieren
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315 Seiten | 2013 | Skyscape | Englisch

Originalausgabe

Reihe: Penryn and the End of Days #2

[Nicht mehr auf der Verlagswebseite gelistet.]

Hinweis: Diese Rezension kann Spoiler enthalten, da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt.

Die Apokalypse geht weiter

Eigentlich hatte Penryn gehofft, es würde alles besser werden, sobald sie ihre Schwester Paige vor den Engeln gerettet hat. Als sie gemeinsam mit Paige und ihrer Mutter das Widerstandslager erreicht, muss sie jedoch feststellen, dass dem überhaupt nicht so ist. Paige hat sich verändert und scheint selbst zur Gefahr für andere geworden zu sein.
Zur gleichen Zeit macht sich Raffe allein auf die Suche nach seinen Flügeln, ohne die seine Position unter den Engeln für immer verloren ist.

Das Leben in der "Welt danach"

"Angelfall" hat mich ziemlich begeistert, weswegen ich mit recht hohen Erwartungen an "World After" herangegangen bin.
Die Handlung schließt nahtlos an Band eins an und wird wieder aus der Sicht von Penryn in Präsens erzählt. Noch immer befinden wir uns im apokalyptischen San Francisco, das von Engeln und "Heuschrecken" genannten Mischungen aus Skorpion und Engel heimgesucht wird. Das Setting hat mir wieder sehr gut gefallen und die Atmosphäre war durchweg stimmig. Da all das aber bereits bekannt war und kaum neue Aspekte eingebracht wurden, fehlte dieses Mal der "Wow"-Effekt.
Die Handlung beginnt recht ruhig, ehe es zum ersten Zwischenfall im Widerstandslager kommt. Von da an war die bekannte Spannung zurück. Die Geschichte lässt sich leicht und schnell lesen. Der Schreibstil ist schlicht und flüssig - perfekt für eine vor allem ab der zweiten Hälfte actiongeladene Handlung und eine Umgebung, die keinen Raum für kunstvolle Formulierungen und ausschweifende Gedankengänge lässt.
Die Protagonistin Penryn ist weiterhin eine toughe, überzeugende Kämpferin. Ihr Hauptziel ist noch immer der Zusammenhalt ihrer Familie, auch wenn sie nicht mehr weiß, ob sie in Paige wirklich noch ihre kleine Schwester sehen kann. Diesen Kampf mit sich selbst und ihre Zweifel im Laufe der Handlung fand ich sehr gut und überzeugend dargestellt. Vor allem boten sie eine tolle Abwechslung zu Penryns sonst kämpferischem und selbstbewusstem Auftreten und unterstrichen, dass sie ein normaler Mensch voller Ängste und Zweifel ist.

Da fehlt doch was ...

Oder vielmehr jemand.
Obwohl "World After" rein von der Handlung durchaus mit "Angelfall" mithalten kann und Penryn weiterhin eine tolle Protagonistin ist, konnte der berühmte Funke in den ersten zwei Dritteln nicht so richtig überspringen. Ich hätte nicht erwartet, dass es einen so großen Unterschied machen würde, wenn eine einzelne Figur fehlt.
In Band eins hat mich das Zusammenspiel von Penryn und Raffe begeistert. Es war ein wesentlicher Grund dafür, warum ich das Buch als neues Lesehighlight für mich bezeichnete. Im zweiten Teil fehlte das lange Zeit. Zwar lernte ich ein wenig mehr von Raffe kennen und erfuhr ein bisschen was aus seiner Vergangenheit, aber er als handelnde Person fehlte einfach. Sein Sarkasmus und seine Wortgefechte mit Penryn fehlten mir.
Eine kleine Entschädigung bot das letzte Drittel, das mir einmal mehr zeigte, warum ich "Angelfall" so toll fand, wie "World After" mit ein paar Änderungen hätte sein können und wie der dritte und letzte Band, "The End of Days" hoffentlich wird. Auf jeden Fall konnte mich der Abschluss überzeugen, direkt weiterzulesen!

FAZIT

Der zweite Teil der "Penryn and the End of Days"-Trilogie ist spannend wie sein Vorgänger und überzeugt mit einer tollen Protagonistin. Allerdings machte dieser Teil deutlich, dass der Pluspunkt dieser Reihe gerade im Zusammenspiel von Penryn und Raffe liegt. Penryn allein liefert eine interessante Geschichte, die jedoch nicht vollends überzeugen kann.

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