[#readbooks30dayschallenge] E-Books vs. echte Bücher

Sonntag, 4. Juni 2017 | 1 Kommentar
Wochenende heißt Stöberzeit - ganz besonders ist das an diesem Wochenende der Fall, denn das 4. #litnetzwerk findet statt! Ich bin zum ersten Mal dabei und habe auf diesem Weg direkt eine neue tolle Challenge entdeckt: Die

www.readbooksandfallinlove.com
Zu jedem Junitag gibt es ein buchiges (Diskussions-) Thema. Dabei entscheidet jeder selbst, wie viele und welche der Challenge-Aufgaben er oder sie lösen möchte.
Alle Aufgaben und weitere Informationen zur Challenge findet ihr auf Elizzys Blog.

E-Books vs. echte Bücher

- Tag 4 -

Sie gehört heute zu den Fragen aller Fragen unter Lesern: Liest du eigentlich E-Books oder gedruckte Bücher?
Der Hype um die digitalen Texte ist mittlerweile deutlich zurückgegangen. Der große Aufschrei, dass das gedruckte Buch dem Untergang geweiht sei, ist verklungen. Beide Medien kommen ganz gut nebeneinander aus. Dabei hat das gedruckte Buch noch immer einen Vorsprung vor seinem digitalen Zwilling und Prognosen gehen bisher auch nicht davon aus, dass sich das in naher Zukunft grundlegend ändern wird.

Ich selbst habe, um damit mal anzufangen, gar keinen separaten E-Book-Reader. Wenn sich mal ein E-Book zu mir verirrt, was nicht allzu oft der Fall ist, findet es sich auf meinem Tablet wieder, wird da aber oftmals doch eher vernachlässigt. Denn so richtig warm geworden bin ich mit den digitalen Büchern noch immer nicht.
Dabei will ich gar nicht leugnen, dass sie einigen Komfort bieten: Man braucht nur wenig Speicherplatz für eine Vielzahl von Büchern. Unterwegs reicht ein leichtes, schlankes Gerät. Insbesondere im Urlaub wird das Gepäck also deutlich leichter und die Entscheidung, welches Buch mit darf, entfällt: Wir nehmen einfach alle mit und freuen uns über viel Auswahl während der Reise! Notizen und Markierungen können problemlos eingefügt und wieder gelöscht werden. Es gibt virtuelle Lesezeichen und manche E-Books sind bereits multimedial.
Auf wirtschaftlicher Seite werden Papier und Druckkosten - insgesamt materielle Ressourcen - gespart. Auf Konsumentenseite sind E-Books oftmals etwas günstiger als gedruckte Bücher. 
Moderne E-Book-Reader - wer denn in einen investieren möchte - bieten Displays, die die Optik von echtem Papier nachahmen und nicht spiegeln, und lange haltende Akkus. Selbst Zusatzakkus gibt es.
Im Grunde haben E-Books und ihre Reader also alles, was man braucht, um bequem, einfach und lange lesen zu können.

Warum kann ich mich trotzdem nicht mit ihnen anfreunden?

Das liegt zum einen ganz schlicht und einfach an dem Medium "gedrucktes Buch". Ich liebe das Gefühl, wie ein Buch in der Hand liegt. Ich liebe es, das Gewicht der Seiten zu spüren und wie sich das (echte) Papier anfühlt, wie Cover nicht nur optisch, sondern auch haptisch gestaltet werden. Ich liebe es, wie ich durch die Seiten blättern kann und wie ein Buch, egal ob neu oder alt, riecht. Ich liebe es, wie die vielen unterschiedlichen Bücher - dicke und dünne, große und kleine, in allen möglichen Farben - in meinem Regal stehen (und träume noch immer von der riesigen privaten Bibliothek).
Bücher sind ein Medium, dass ich nicht nur mit den Augen, sondern mit allen Sinnen wahrnehmen und genießen möchte. Ein E-Book in einem flachen Reader oder Tablet oder auf einem PC gibt mir dieses Gefühl einfach nicht, das ich beim Lesen eines Buches haben möchte.
Dazu kommt, dass ich auch mal bewusst Zeit offline verbringen möchte. Ich bin zwar kein Handy-Junkie, der das Handy einfach nicht aus der Hand legen kann, aber mein Tablet begleitet mich fast ständig: Mails, Uniaufgaben, Bloggen, Recherchieren, Plotten, Schreiben. Gefühlt bin ich schon fast überall digital unterwegs. Dass das u.a. stark auf die Augen geht, merke ich an ganz extremen Digital-Tagen abends, wenn die Augen brennen und ich mit Kopfschmerzen ins Bett gehen muss. 
Ich denke, wir sind einfach schon oft genug digital unterwegs. Müssen es dann auch noch digitale Bücher sein?
Für mich nicht. Ich kuschel mich lieber mit einem gedruckten Buch ins Bett oder auf den Sessel. Gern auch mal mit was Süßem und/ oder mit einer Tasse Tee oder Cappucchino. Selbst unterwegs bevorzuge ich meist das gedruckte Buch. Nur bei längeren Reisen oder wenn's mit dem Flugzeug irgendwohin geht, entscheide ich mich manchmal für das E-Book. Dann siegt doch der digitale Komfort ...

Wie steht ihr zu diesem Thema? Digital oder gedruckt - was ist euch lieber?
Schreibt es mir gern in die Kommentare!

1 Kommentar

  1. Hallo Sarah,

    das ist ja schön, dass du die Challenge über das #litnetzwerk gefunden hast. :)
    Was mir aufgefallen ist, bei den Beiträgen zu EBooks vs. echte Bücher, dass so viele schreiben, das sie lieber das gedruckte Buch in der Hand halten. Ich bin auch so jemand und ich kann dir nur zustimmen, dass es einfach toll ist das Gewicht zu spüren und den Geruch zu riechen.
    Sehr schön, dass du das auch so siehst.
    Mit dem Urlaub stimme ich dir aber auch zu. Wenn wir wegfliegen, nehme ich meist mein Tablet mit und packe dort die EBooks drauf, aber nur damit ich am Urlaubsort nicht nackt dastehe, weil ich wegen der Bücher keine Klamotten mitnehmen konnte. ;)

    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

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