[Rezension] Cassandra Clare: City of Lost Souls

Samstag, 15. Oktober 2016 | 2 Kommentare
© Margaret K. McElderry Books
Auf dem Weg zum großen Finale

592 Seiten | Taschenbuch | Margaret K. McElderry Books | Englisch

Originalausgabe

Reihe: Mortal Instruments 5 von 6

Erschienen: 01. September 2015

ISBN: 978-1481456005
Preis: 13,99 $

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Autoren-Info

Judith Rumelt wurde am 27. Juli 1973 in Teheran (Iran) geboren und verbrachte ihre Kindheit in Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und schließlich in den USA. Unter dem Pseudonym Cassandra Clare veröffentlichte sie 2007 "City of Bones", den ersten Band der sechsbändigen Shadowhunters/ Mortal Instruments-Chroniken. Ihre Bücher wurden bisher über sechs Millionen Mal verkauft und in über fünfunddreißig Sprachen übersetzt.
Heute lebt Judith Rumelt in Massachusetts.
» Webseite der Autorin

Inhalt

When Jace and Clary meet again, Clary is horrified to discover that the demon Lilith’s magic has bound her beloved Jace together with her evil brother Sebastian, and that Jace has become a servant of evil. The Clave is out to destroy Sebastian, but there is no way to harm one boy without destroying the other. As Alec, Magnus, Simon, and Isabelle wheedle and bargain with Seelies, demons, and the merciless Iron Sisters to try to save Jace, Clary plays a dangerous game of her own. The price of losing is not just her own life, but Jace’s soul. She’s willing to do anything for Jace, but can she still trust him? Or is he truly lost...
(Quelle: Webseite des Verlags)

Meine Meinung

Sebastian aka Jonathan Christopher, Clarys Bruder, ist zurück. Und er hat Jace an sich gebunden, sodass der will, was immer Sebastian will und ihn bei seinem irren Plan unterstützt. Zudem wird durch die Bindung der eine verletzt, wenn der andere verletzt wird, und stirbt der eine, stirbt auch der andere. Eine Horrorvorstellung für Clary, die sich in einer waghalsigen Undercover-Mission Sebastian anschließt, um ihren geliebten Jace zurückzuholen. Währenddessen versuchen auch Alec, Isabelle, Simon und Magnus einen Weg zu finden, wie sie Jace aus Sebastians Einfluss holen können...

Zum Ende des letzten Bandes war ich froh, dass Sebastian zurück war. Zwar ist er ein echter Psychopath, aber im Vergleich zu Valentine ist Sebastian für mich der stärkere Antagonist und als Figur deutlich interessanter. Daher war ich auch froh, ihn ein wenig mehr in diesem Band kennenzulernen - und war überrascht von seinem Charakter, der, auch wenn oftmals wahrscheinlich nur gespielt, zwischen wirklich nett und fürsorglich und absolut durchgeknallt und teuflisch schwankt. Aktuell ist er damit für mich einer der spannendsten Charaktere der Reihe.
Abgesehen von Magnus und Simon blieben mir die anderen Charaktere dagegen zu farblos in diesem Band. Jace ist unter Sebastians Einfluss nur ein Schatten seiner selbst und nicht einmal in den wenigen Momenten, wo er er selbst ist, kehrt sein charakteristischer Humor zurück. Vielmehr pendelt er zwischen charakterloser Marionette und weinerlichem Jungen. Von dem starken Shadowhunter hab ich nichts gemerkt.
Isabelle löst sich zwar ein wenig von ihrem unnahbaren Auftreten, bleibt im Großen und Ganzen aber zu unauffällig.
Alec entwickelt einen für mich nur in Teilen nachvollziehbaren Charakterzug, in dem er sich einen Großteil des Buches fast schon zu verlieren scheint. Das Ganze gipfelt in einem Zusammentreffen mit Magnus mit letztlich überraschendem Ausgang, den ich so nicht erwartet hätte. Traurig und eine der emotionalsten Szenen in diesem Buch, aber angesichts von Alec's Verhalten total nachvollziehbar.
Und Clary... Die macht weitere Rückschritte. Von der starken Protagonistin ist kaum noch etwas übrig. Stattdessen handelt sie weiterhin komplett unüberlegt, vergisst immer mal wieder ihre Undercover-Pläne, weil sie Jace verfällt (obwohl der gar nicht ihr Jace ist und sie sich deswegen eigentlich von ihm distanzieren wollte...), achtet beim fremde Zimmer durchsuchen nicht einmal darauf, dass sie erwischt werden könnte, und verhält sich oftmals egoistisch, ohne an diejenigen zu denken, die von ihrem Verhalten beeinflusst werden. Insgesamt hab ich mich bei ihr häufig gefragt, wo der Shadowhunter abgeblieben ist. Vielmehr verkörpert sie jetzt das immer mal wieder auftauchende Klischee vom "dummen Mundie".
Entsprechend der überwiegend schwachen Charaktere wurde auch anhand der Handlung deutlich, dass es sich bei diesem Band nur um einen Filler zum großen Finale handelt. Ewige, wiederkehrende Diskussionen, wie man Jace retten kann, lösen sich mit Clarys immer gleichem Geschmachte für Jace' Aussehen ab, während sie gleichzeitig immer wieder betont, dass der Jace unter Sebastians Einfluss nicht ihr Jace ist und damit ganz anders. Wird nur leider in ihrem Verhalten selten deutlich... Wirklich (spannende) Handlung gibt es in diesem Buch kaum. 
Glücklicherweise gab es wenigstens noch ein paar gute Szenen. Die genannte Szene zwischen Alec und Magnus zählt dazu, wie auch einige Momente zwischen Clary und Sebastian, die Sebastian mehr als einmal nicht nur als kalten Tyrann gezeigt haben. Zudem gab es eine starke Szene von Simon, die mir wirklich gut gefallen hat. Dass Magnus sich partout nicht Simons Namen merken kann (oder doch?) hat als Running Gag einige der Dialoge recht gut aufgelockert und mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Der Rest verliert sich leider im Einheitsbrei...

Fazit

Tiefpunkt der Reihe. Überwiegend schwache Charaktere und kaum Handlung machen dieses Buch zu einem eindeutigen, künstlich aufgeblasenen Filler, den es gar nicht gebraucht hätte (oder der besser hätte gestaltet werden können). Ein paar interessante Szenen und gute Dialoge und vor allem Sebastian als Charakter retten "City of Lost Souls" noch ein paar Punkte.



2 Kommentare

  1. Huhu!
    Schöne Rezi:)
    Ich stimme dir zu, dass das Buch auf jeden Fall nicht das beste in der Reihe ist :D
    Ich hatte auch teilweise das Gefühl, dass es sich dabei nur um einen Filler handelt.
    Sebastians Carakter hat mich auch überrascht!

    Liebe Grüße
    Lea von
    Buchjunkie

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    1. Danke :) Ich hoff auf Bd. 6, vielleicht wird der ja wieder besser ;)

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Vielen Dank für jedes Kommentar.