Zurückgeblickt: Das war die Leipziger Buchmesse 2016.

Montag, 21. März 2016 | 2 Kommentare

Da war's schon wieder vorbei...


Hatte ich mich nicht gestern erst auf die Messe gefreut? Irgendwie scheint es mir so. Die insgesamt vier Tage Buchmesse bzw. die zwei Tage, die ich da war, vergingen mal wieder wie im Flug. Schon ist wieder Montag und alles ist vorbei. Leider.
Dennoch waren meine Messetage wieder unheimlich aufregend, spannend und voller neuer Entdeckungen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Freitag, 18. März 2016

Die Anfahrt gestaltete sich Freitag noch recht problemlos. Sitzplatz in der Regionalbahn, Stehplatz in der Tram zum Messegelände und entspannt durch den Presseeingang gehuscht - alles super.
Anfangs dezent überfordert bin ich erstmal recht ziellos durch alle Hallen gewandert und hab mir hier und da was angeschaut. Die Hallen empfand ich zu der Zeit als gut gefüllt - ändern sollte sich das am Samstag. Im Rückblick kamen mir die Hallen freitags dann doch fast schon leer vor ...
11.45 Uhr ging ich zu meiner ersten Lesung mit dem Psychotherapeuten Tobias Teismann zum Thema Grübeln: Was ist damit eigentlich wirklich gemeint, woran erkennt man es und was kann man dagegen tun? Sehr spannend und durchaus mit einer Prise Humor gewürzt. Immerhin weiß ich seitdem, dass Dauergrübler im durchschnitt zwei Tage länger Schnupfen haben als Weniggrübler. ;-)
Nach einer weiteren Runde durch die Hallen war ich zu einer kurzen Mittagspause in der Bloggerlounge, die zu diesem Zeitpunkt ziemlich leer war. Keine bekannten Gesichter - leider. [Wo wart ihr alle???]
14:00 Uhr entschied ich mich dann, die Veranstaltung des Messeblog-Teams von "Leipzig lauscht" zu besuchen - eigentlich in der Hoffnung, noch etwas Neues übers Buchbloggen und Rezensieren zu erfahren. Bis auf eine witzige Schreibübung und die Vorstellung des Messeblogs blieb es aber bei dem, was man auf hunderten Seiten zum Grundaufbau einer Rezension nachlesen kann.
15:00 Uhr stand dann mein eindeutiges Tageshighlight auf dem Plan - die Fantasy- und SciFi-Preview von Droemer Knaur! Allein die Rotunde voller Bücher am Messestand ist schon ein Augenschmaus. Wenn dann auch noch neben den super netten Verlagsmitarbeitern der eine oder andere Autor bei der Preview ist, um  sein neues Buch selbst vorzustellen, ist das natürlich noch viel genialer!

Worauf dürfen wir uns denn nun u.a. freuen?
Anthony O'Neills "The Dark Side" wird auf Deutsch erscheinen, ebenso wie Jason M. Houghs "Darwin City - Die letzten der Erde" (original: The Darwin Elevator) und Ken Lius "Die Schwerter von Dara" (original: The Grace of Kings). Fortgesetzt werden wird die "Besondere Kinder"-Reihe von Ransom Riggs mit Band 3, "Die Bibliothek der besonderen Kinder" (original: Library of Souls).
Neben Übersetzungen wird es auch eine Reihe von Originalwerken geben, darunter "Seelenspalter" von Ju Honisch, "Irrlichtfeuer" von Julia Lange und "Schwarzer Horizont" von Ivo Pala.
Besonders gespannt bin ich auf das allererste Werk des neuen Programms - "Wédōra – Staub und Blut"von Markus Heitz, das am 01. August 2016 erscheinen wird.
Neben dieser Auswahl wird es noch einige weitere Bücher im SciFi/Fantasy-Bereich geben. Wir dürfen gespannt sein!

Die Preview-Veranstaltung klang bei Sekt, Orangensaft und Kuchen ruhig aus. Ich hatte glücklicherweise am Morgen noch meine Ausgabe von "AERA" eingesteckt, sodass ich mir das von Markus Heitz signieren lassen konnte [ohne gefühlt kilometerlange Schlange an der Fantasy-Leseinsel...]


Um 17:00 Uhr war ich dann noch bei der Veranstaltung "Heute schon geschrieben?" von Diana Hillebrand. Angekündigt war es als Fortbildung, was daraus wurde, fand ich enttäuschend. Es war schlicht eine Buchvorstellung ihres Schreibratgeber-Doppelbandes, ohne Tipps zum Schreiben und ohne Leseprobe aus dem Ratgeber-Bereich (vorgelesen wurde lediglich ein Beispiel, wie vorher beschriebene Tipps umgesetzt werden können). Sehr enttäuschend, das hätte man besser machen oder anders ankündigen können!
Bei einem abschließenden kurzen Abstecher in Halle 1 zur MangaComicConvention entdeckte ich eine wunderschöne Harry-Potter-Taschenuhr, die mein Fanherz sofort höher schlagen ließ. Da war die enttäuschende letzte Lesung sofort vergessen!


Kurz nach 18 Uhr ging es für mich dann wieder nach Hause, in einem zwar vollen, aber nicht überfüllten Zug. Der Höllentag sollte erst noch kommen ...


Samstag, 19. März 2016

Start zum zweiten Messetag!
Nachdem meine erste Bahn noch recht leer war, merkte ich beim Umsteigen in den Anschlusszug, dass die Deutsche Bahn mal wieder komplett von der Buchmesse überrascht wurde. Der erste Zug von meinem Umsteigebahnhof zur Messe war so voll, dass niemand mehr reingelassen wurde. Zum Glück erhielt ein zweiter Zug eine halbe Stunde später einen Sonderhalt am Messebahnhof.
Endlich an der Messe angekommen, genoss ich nochmal die Ruhe im Pressebereich, ehe ich mich ins Getümmel stürzte. Im Bestfall war das Vorankommen noch durch Tippeln möglich, meistens wurde man eher durch die Gänge und an den Ständen vorbei geschoben. Aggressive Menschen, die sich prügeln wollten, weil mal ein Verbindungsgang gesperrt oder man angerempelt wurde, inklusive ...
Mein erster Termin war um 11 Uhr die Lesung von Andreas Pflüger im Rahmen des vorablesen Meet & Greet. Was im Anschluss an diese Lesung abging, als Goodiebags verteilt wurden, war echt heftig - da bekam man schon Ellbogen in die Seite gerammt, wenn man nur an dem Geschenke-gierigen Pulk vorbei wollte ...
Etwas ruhiger wurde es dann, als ich 13 Uhr bei der Lesung zu "Detox" war, einem Multimedia-Ebook, das neben dem typischen Text mit Filmen, Bildern und allerhand kleinen Überraschungen angereichert ist. Bei dieser Lesung fand ich dann auch endlich zwei Freundinnen, mit denen ich mich auf der Messe verabredet hatte. Gemeinsam liefen wir anschließend etwas durch die Hallen und machten schließlich auf einer der Wlan-Inseln eine Pause.
Ursprünglich hatte ich noch vorgehabt, zur Lesung von "Der Thron der Finsternis" zu gehen, aber da das mehr Gespräch/ Fragerunde wurde als Lesung, hab ich das dann doch gelassen.
Highlight war dann um 16 Uhr die Lesung von Markus Heitz zu "Drachengift". Obwohl ich die Drachen-Reihe bisher nicht gelesen habe, finde ich die Lesungen von ihm immer total genial. Faszinierendster Moment: Markus Heitz erzählt von ein paar geschichtlichen Veränderungen in "Drachengift", u.a. dass die Nazis in Deutschland niemals an die Macht gekommen sind - und nahezu die gesamte Fantasy-Leseinsel verfällt in spontanen Applaus.
Gegen 18 Uhr hieß es dann endgültig Abschiednehmen von der Leipziger Buchmesse 2016. Mit dem Zug hatte ich dieses Mal Glück - beim Halten war eine Tür genau vor mir, sodass ich problemlos hineingeschoben wurde. Auch wenn der Zug mal wieder einer Sardinenbüchse glich, war es okay. Immerhin musste ich nicht wie manche, die auf dem Gleis zurückblieben, auf den nächsten Zug warten.

Das war also meine LBM 2016!
Allerhand Mitbringsel gibt es natürlich auch wieder. Beim Buchkauf hab ich mich auf ein einziges beschränkt, dass ich schon seit längerem möchte: "Passagier 23" von Sebastian Fitzek. :-)

Postkarten, Lesezeichen, Leseproben, Beutel und Bücher von der LBM

Wenn ihr auch da wart - wie war eure LBM? Was habt ihr alles erlebt?
Freu mich auf eure Nachrichten!

2 Kommentare

  1. Schön, dass du so kritisch bist! Ich hab leider nur einen Vortrag anhören können und das unvollständig. Warum man kurz vor Messeende (am Samstag) über die Stimme beim Vorlesen spricht, obwohl es ein wirklich wichtiges Thema ist, ist mir ein Rätsel. Leider wollte musste ich nach ein paar Minuten weg, weil ich noch Hunger hatte :-(

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    1. Jepp, versteh ich auch nicht. Da ist das meiste doch eh schon gelaufen...

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Vielen Dank für jedes Kommentar.