[Rezension] Natalie Matt, Silas Matthes: Kings & Fools - Verdammtes Königreich

Donnerstag, 28. Januar 2016 | 1 Kommentar
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Bildquelle: Oetinger34
224 Seiten | Hardcover | Oetinger34 | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Kings & Fools #1

Erschienen: 28. September 2015

ISBN: 978-3958820692
Preis: 9,99 €

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Meine Meinung

"Kings & Fools - Verdammtes Königreich" ist der erste Band einer Reihe, von der in diesem Mai der sechste Band erscheinen wird. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden jungen deutschen Autoren Natalie Matt und Silas Matthes, bei dem ihnen der Fantasy-Autor Bernhard Hennen als Pate zur Seite steht.
Die Handlung spielt in dem Königreich Lavis, das vom Brennenden König beherrscht wird. Seine Bewohner sind in verschiedene Gruppen eingeteilt, z.B. die Holzfäller, die Hüttenbauer, die Kräutersammler oder die Minenarbeiter, und sind strengen Regeln unterworfen.
Der Protagonist ist der siebzehnjährige Lucas, ein Kräutersammler. Als er eines Abends von der Arbeit zurückkehrt, prangt an der Tür seines Zuhauses das Zeichen der verhüllten Männer - jenen mysteriösen Gestalten, von denen niemand weiß, wer genau sie sind und was sie mit den mitgenommenen Jugendlichen machen, denn zurückgekehrt ist noch keiner. Voller Angst vor seinem baldigen Tod muss Lucas sie begleiten und ahnt dabei noch nicht, in was er hineingerät...
Die Welt, die die Autoren hier zeichnen, ist faszinierend, auch wenn im ersten Band noch nicht allzu viel darüber verraten wird. Es gab immer wieder Andeutungen und kleine Hinweise, wie es tatsächlich in Lavis zugeht. Leider gab es inbesondere über den Brennenden König noch nicht allzu viele Informationen, obwohl er eine zentrale Rolle zu spielen scheint. Hoffentlich ändert sich das im nächsten Band.
Die Figuren waren mir allesamt schnell sympathisch und hatten gut ausgearbeitete Persönlichkeiten: vom ehrgeizigen Lucas, über den freundlichen Noel, die undurchsichtige Sam, bis hin zu einer ganzen Reihe von Figuren, die zwar in die Geschichte eingeführt, aber noch nicht genauer vorgestellt wurden. Allerdings konnte ich mich weder in Lucas, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, noch in eine der anderen Figuren wirklich hineinfühlen und so die Geschichte direkt miterleben. Dafür fehlte mir bei den Figuren eine gewisse Tiefe - vielschichtigere Charaktere, mehr Gedankengänge und Gefühle insbesondere von Lucas... Ich hoffe, das kommt noch in den Folgebänden.
Die Handlung selbst schien mir stellenweise zu hastig erzählt. Sie springt teilweise recht oft von einem Zeitpunkt zu einem nächsten, wodurch die Dynamik der einzelnen Figuren und auch ihrer Beziehungen zueinander ein wenig verloren ging. Aus Lucas' bisherigen Erlebnissen hätte noch wesentlich mehr herausgeholt werden können, vor allem auf der Gedanken- und Gefühlsebene, die zu schwach war.
Dennoch ist die Geschicht spannend geschrieben und steuert vor allem am Ende auf einen Höhepunkt zu, den ich überhaupt nicht erwartet hätte und angesichts dessen das Buch viel zu schnell zu Ende ist.
Sehr deutlich wird, dass es sich bei diesem Buch um den ersten Teil einer Reihe handelt. Viele Fragenwerden augeworfen und nur wenige geklärt. Figuren, von denen man nur erahnen kann, dass sie vielleicht einmal wichtig werden, tauchen kurz auf - lange genug, um sie wahrzunehmen, aber dann doch zu kurz, um sie einigermaßen kennenzulernen.

Fazit

Der erste Band von "Kings & Fools" ist ein lockerer Lesespaß für zwischendurch, der mir angesichts der Handlung und der Welt viel zu kurz erschien. Auch wenn ich manche Schwächen angekreidet habe, macht es doch Spaß, die Geschichte zu lesen und ich freue mich bereits auf den zweiten Band!

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Klappentext

Ein teuflischer König.
Ein Reich voller Schatten.
Vier Fremde, ein verbotener Ort.

Leuchtend rote Farbe an der Hüttentür: das Symbol der verhüllten Männer! Um Mitternacht werden sie Lucas holen. Wer sie sind und wohin sie ihn bringen, weiß niemand.
Nur, dass noch nie jemand zurückgekommen ist, um davon zu berichten.

1 Kommentar

  1. Ich finde das KOnzept interessant - zwei Autoren und ein Mentor! Aber Fantasy ist nich mein Genre.... Ein Gefühl fürs erzählte Tempo zu entwickeln, das dauert...

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