[Rezension] Markus Heitz: Exkarnation - Seelensterben

Sonntag, 30. August 2015 | Kommentieren
Rezensionsexemplar Vielen Dank an den Knaur-Verlag für das Rezensionsexemplar!



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Markus Heitz: Exkarnation - Seelensterben

656 Seiten | Taschenbuch | Knaur | Deutsch

Originalausgabe

Reihe: Exkarnation #2

Erschienen: 03. August 2015

ISBN: 978-3-426-50593-9
Preis: 14,99 €

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Autoren-Info

Der deutsche Fantasy-, Horror- und Science Fiction - Autor Markus Heitz wurde am 10. Oktober 1971 in Homburg geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte zunächst auf Lehramt und machte später seinen Magisterabschluss. Für seinen Roman "Die Dunkle Zeit 1 - Schatten über Ulldart" erhielt er 2003 den Deutschen Phantastik-Preis in der Kategorie "Bestes Roman-Debüt National". Der Durchbruch gelang ihm mit seinem Roman "Die Zwerge". 
"Exkarnation - Seelensterben" ist der zweite Teil seiner Dilogie rund um die Seelenwanderer.
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Klappentext

Eine Seelenwanderin auf der Jagd nach einem skrupellosen Entführer. 
Eine uralte Vampirin auf einer Rettungsmission, die sie an Orte führt, von denen es kaum ein Entkommen gibt. 
Ein Mann ohne Gedächtnis, der versucht, die Schuldigen zu finden. 
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ihre Wege kreuzen …

Meine Meinung

Mit "Exkarnation - Seelensterben" entführt Markus Heitz seine Leser zum zweiten Mal in die Welt der Seelenwanderer. Wie schon im ersten Band des Zweiteilers, "Exkarnation - Krieg der Alten Seelen", tauchen dabei eine ganze Reihe altbekannter Figuren auf: Werwolfjäger Eric von Kastell und seine Halbschwester Justine, die Vampirin Sia und die kleine Elena, der Ex-Rocker und Personal Trainer Ares Löwenstein, der Todessschläfer und Bestatter Konstantin Korff und natürlich Seelenwanderer wie Marlene "Lene" von Bechstein und Gregor Dubois. Das breite Spektrum der Charaktere wird noch ergänzt durch neue oder noch wenig bekannte Figuren wie Minamoto und den mysteriösen Professor oder Inverno, der auf der Suche nach seiner Identität Jagd auf Seelenwanderer macht. Die unterschiedlichen Handlungsfäden der einzelnen Charaktere hat Markus Heitz dabei so geschickt verwoben, dass es mir als Leserin schien, als müsse es diese Zusammenführung der Handlungen geben. Als könnte es gar nicht anders sein. Dass es zu viele Charaktere und Schauplätze waren, wie in manchen Rezensionen bemängelt wurde, kann ich nicht bestätigen. Zwar waren es in der Tat viele, doch Heitz' klare Figurengestaltung machte es mir nicht schwer, sie auseinanderzuhalten.
Die Handlung selbst schließt direkt an den ersten Band an und konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Zusammen mit Konstantin Korff und Ares Löwenstein macht sich Lene von Bechstein auf die Suche nach ihrem Mann Eugen, der augenscheinlich von Gregor Dubois entführt wurde.
Auch Sia ist auf der Suche: Nach Eric und Elena, die von Libra gefangen gehalten werden.
In dem Chaos um Libra und die Seelenwanderer finden sich auch Minamoto und der Professor wieder, die jedoch einen ganz eigenen Plan verfolgen. Liegt hier möglicherweise schon das Potential für einen neuen Heitz-Roman?
Die einzelnen Handlungsstränge sind abwechslungsreich aufgebaut, jedoch fehlte mir dieses Mal etwas die Spannung. Ich habe die Geschichte zwar sehr gerne verfolgt und hatte Spaß am Lesen und Aufdecken weiterer Geheimnisse, doch eine derart starke Beigeisterung, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte, stellte sich nicht ein.
Die Charaktere selbst waren - typisch für Markus Heitz - toll ausgearbeitet. Heitz hat jeder einzelnen Figur einen unverwechselbaren Charakter und eine ganze Reihe persönlicher Geheimnisse mit auf den Weg gegeben, die ich als Leser allmählich aufdecken und sie so besser kennenlernen konnte. Ich habe sie gern auf ihrer Reise quer durch die Welt begleitet und selbst über jene Figuren, die ich bereits aus anderen Heitz-Werken kannte, noch Neues gelernt.
Ein zusätzliches Geheimnis, das vor allem über der Geschichte von Korff und Löwenstein schwebt, wird von Markus Heitz in der angehängten Kurzgeschichte "Exemplum" weiter ausgeführt, die Lust auf mehr macht: Es ist die Geschichte von eigensinnigen Spiegelbildern und selbstbewegten Schatten, die vermuten lässt, dass das Heitz-Universum weiter wachsen wird. Schließlich gibt es noch so einiges - von Minamoto und dem Professor bis hin zu Schatten und Spiegelbildern - das eine Aufklärung gebrauchen könnte. Ich bin gespannt!

Fazit

"Exkarnation - Seelensterben" kann als Zusammenführung mehrerer vorangegangener Heitz-Romane betrachtet werden. Trotz starker Figuren und einer tollen Atmosphäre fehlte mir dieses Mal etwas die Spannung, auf die ich - in Erinnerung an den ersten Band - gehofft hatte.


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