[Rezension] Kim Harrison: Blutdämon

Mittwoch, 27. Mai 2015 | Kommentieren
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Bildquelle: Bloggerportal
720 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: Pale Demon
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #9

Erschienen:: Rachel Morgan #9

ISBN: 978-3453528482
Preis: 15,00 €

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Inhalt

Der Hexenzirkel für moralische und ethische Standards klagt Rachel an, eine schwarze Hexe zu sein. Sie hat drei Tage Zeit, um von Cinncinnati nach San Francisco zum Hexentreffen zu kommen, um sich vor dem Hexenzirkel zu rechtfertigen. Aufgrund ihrer Bannung wurde sie von der Gesellschaft ausgeschlossen und darf keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen. Um rechtzeitig nach San Francisco zu kommen, ist sie gezwungen, das Angebot von Trent Kalamack anzunehmen, mit dem sie eine innige Hassliebe verbindet. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg an die Westküste - bald verfolgt von einem wütenden, seelenfressenden Dämon...

Meine Meinung

Das mittlerweile neunte Abenteuer führt Rachel wieder einmal fort von Cinncinnati. Dieses Mal muss sie sich quer über den nordamerikanischen Kontinent kämpfen - von Cinncinnati über St. Louis und Las Vegas bis nach San Francisco. Begleitet wird sie dabei nicht nur von ihren Partnern Ivy und Jenks, sondern auch von Trent Kalamack, der seine ganz eigenen Ziele mit dieser Reise verbindet. Auf ihren Fersen: Ein seelenfressender Dämon, den selbst die Dämonen im Jenseits nicht wollen...

Mit "Blutdämon" hat Kim Harrison mal wieder ein rasantes Abenteuer rund um Rachel Morgan geschaffen - die Hexe, die Dämonenmagie entzünden kann und damit zu einem bedeutsamen Baustein in der weitreichenden Geschichte der Inderlander wird. Der letzte Band hatte den gutgläubigen Leser in dem Glauben gelassen, für Rachel würde alles gut werden: Gemeinsam mit einem Vertreter des Hexenzirkels und Trent Kalamack hatte sie ausgehandelt, vor dem jährlichen Hexentreffen in San Francisco Rede und Antwort zu stehen und anschließend wieder in die Hexengesellschaft aufgenommen zu werden. Ihre Bannung sollte widerrufen werden. Wer nicht ganz so gutgläubig war, konnte da schon ahnen, dass es aufgrund einiger Mitglieder des Hexenzirkels nicht so leicht werden würde - das tatsächliche Geschehen und die Engstirnigkeit mancher Charaktere im nun neunten Band ließ mich dennoch nicht selten fassungslos den Kopf schütteln.
Es gab allerdings auch positive Überraschungen und Charakterentwicklungen, mit denen ich zwar so nicht unbedingt gerechnet habe, die mir aber gefallen. Allen voran ist die Beziehung zwischen Rachel und Trent zu nennen. Der richtige Hass zwischen den beiden existiert bekanntermaßen schon länger nicht mehr. Band acht zeigte bereits eine langsame Veränderung der Beziehung zwischen den beiden weg von den grundsätzlichen Feinden. Band neun ist in diesem Punkt eine deutliche Fortsetzung, die mich bereits auf Band zehn hinfiebern lässt.
Zudem holt Rachel ihre dämonische Seite wieder ein. Spätestens seit sie Algaliarepts Schülerin ist, sind Dämonen meistens nicht weit, wenn sie in der Nähe ist. Rachel muss sich mehr und mehr mit dieser zweiten Seite ihres Selbst auseinandersetzen und sich die Frage stellen, wer bzw. was sie wirklich ist: Schwarze Hexe? Weiße Hexe? Dämon? Alles zusammen? Und wenn sie das herausgefunden hat - was bedeutet es für ihre Zukunft?
Zusammen mit dem achten Band ist "Blutdämon" ein endgültiger Wendepunkt der Geschichte, von dem es kein Zurück mehr gibt. Vorher gab es klare Linien, an die sich die Geschichte hielt: Rachel war eine weiße Hexe, die weiße Zauber wirkte. Trent war ein kalter Drogenboss, Mörder und Rachels Intimfeind. Dämonen waren die Feinde der Inderlander - gefährlich, unberechenbar, im Jenseits gefangen und unfähig, unter der Sonne zu wandeln.
All diese Linien zerbrechen nun mehr und mehr. Was sicher war, verschiebt und verändert sich. Gibt es überhaupt weiße und schwarze Magie? Sollte Magie nicht eher danach bewertet werden, was damit getan wird und nicht, wie sie gewirkt wird? Können Personen wirklich nur schwarz oder nur weiß sein? Sollten sich nicht alle an ein Grau gewöhnen?
Ich vermute, Band acht und neun sind nur die Anfänge für die grundlegenden Veränderungen in der Inderlander-Welt. Vor allem bin ich gespannt, was Kim Harrison daraus macht. Wie geht es weiter mit Rachel, Trent, den Dämonen und all den anderen Charakteren, die das Leben von Rachel beeinflussen? Wie wird sich die Welt der Menschen und Inderlander verändern?

Fazit

Rasant, spannend und emotional - die perfekte Mischung für ein gutes Buch, wie man sie in Kim Harrisons "Blutdämon" findet.
Klare Kaufempfehlung!

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Klappentext

IHR NAME: Rachel Morgan.
IHR JOB: Kopfgeldjägerin.
IHRE AUFGABE: Auf den nächtlichen Straßen von Cincinnati Vampire, Hexen und andere finstere Kreaturen zur Strecke bringen.
IHR PROBLEM: Sie hat selbst eine düstere Vergangenheit...

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