[Rezension] Kim Harrison: Blutnacht

Montag, 6. April 2015 | Kommentieren
Hey ihr Lieben!
Heute geht es wieder mal mit einer Rezension weiter. Zunächst will ich euch aber DANKE sagen, denn der März war in der Geschichte von "Pergamentfalter" der Monat mit den meisten Besuchern. Vielen, vielen Dank dafür!


cover
Bildquelle: Bloggerportal
704 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: The Outlaw Demon Waits
Übersetzer: Vanessa Lamatsch

Reihe:: Rachel Morgan #6

Erschienen:: 5. Oktober 2009

ISBN: 978-3453526167
Preis: 14,00 €

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Inhalt

Rachel ist fest entschlossen, den Mörder ihres Freundes Kisten zu finden, doch es gibt ein Problem: Sie kann sich an die Mordnacht nicht mehr erinnern, dabei war sie die einzige, die den Täter gesehen hat. Was ist in jener Nacht passiert?
Außerdem taucht Algaliarept, der Dämon, wieder auf. Irgendjemand beschwört ihn aus der Haft, in der er im Jenseits sitzt, und lässt ihn anschließend frei, damit er tun kann, was immer er möchte. Und Algaliarept hat nur ein Ziel: Rachel zu töten.
Als neben ihrem eigenen auch das Leben ihrer Freunde in Gefahr gerät und sie von unerwarteter Seite um Hilfe gebeten wird, muss Rachel sich entscheiden: Wagt sie es ein weiteres Mal, mit einem Dämon zu verhandeln, oder geht sie dieses Mal selbst ins Jenseits, um die Sache zu klären?

Meine Meinung

Das Ende von "Blutlied" war ein ordentlicher Schock, denn eine meiner Lieblingsfiguren, Kisten, ist endgültig gestorben und auch wenn er ein Vampir war, gibt es keine Chance, dass er wieder zum Leben erwachen wird. Rachel stieß das in ein sehr tiefes Loch und so war das Ende des fünften Bandes sehr melancholisch. Glücklicherweise startet "Blutnacht" nicht so düster, wie ich befürchtet hatte. Rachel leidet zwar noch immer sehr unter Kistens Tod, versucht aber gleichzeitig, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Hilfe erhält sie dabei nicht nur von Ivy und Jenks, sondern auch von ihrer Mutter, die gar nicht so verrückt zu sein scheint, wie Rachel immer dachte.

"Blutnacht" beginnt mit einem entspannten Einkaufsbummel von Rachel mit ihrer Mutter. Gerade sind sie in einem Zauberladen, als Rachel niesen muss. Ein klares Anzeichen dafür, dass dämonischer Besuch ansteht. Kurz darauf tauchen auch schon Algaliarept und Minias auf. Zwar kommen Rachel und ihre Mutter heil aus der Sache heraus, der Laden ist jedoch gnadenlos demoliert.
Nach diesem ersten Schock plätschert die Geschichte eine ganze Weile dahin. Etwa im ersten Drittel hat mir die Spannung, abgesehen von der Eingangsszene, weitestgehend gefehlt. Dafür lernen die Leser den einen oder anderen neuen, manchmal auch schon ein wenig bekannten, Charakter kennen, der künftig Cinncinnati bewohnen wird. Darunter finden sich z.B. Rynn Cormel, ein alter Vampir, der zu Zeiten des Wandels der Präsident war und nun Piscarys Rang als Meistervampir der Stadt übernimmt, und Bis, ein Gargoyle, der sich in Rachels Kirche eingeschlichen hat.
Zudem kommt Marshal aus Mackinaw nach Cinci. Er half ihr, als sie Nick gerettet hat, und schon damals konnte sie sich einer gewissen Anziehung nicht erwehren. Zwar ist Rachel fest entschlossen, so kurz nach Kistens Tod keine neue Beziehung anzufangen, die Frage bleibt jedoch, ob Marshal ebenfalls nur nach Freundschaft sucht...
Wirklich spannend wird die Handlung erst, als Trent sich - mal wieder - einmischt und Rachel tiefer in die Dämonen-Jenseits-Thematik eintauchen muss, als ihr lieb ist. Insbesondere auf den letzten zweihundert Seiten bündelt sich noch einmal so viel Spannung, dass es für den schleppenden Einstieg entschuldigt. So vieles, was ich als Leser als gesichert betrachtet habe, wird auf einmal in Frage gestellt, dass ich zum Schluss überhaupt nicht mehr wusste, was noch wahr und wirklich feststehend ist...
So, wie der fünfte Band als Umbruch für Cinncinnati und Rachels direktes Umfeld angesehen werden kann, ist der sechste Band ein Umbruch für Rachel selbst. Kim Harrison stellte sie von Anfang an als starke Persönlichkeit vor, die neben einer ganzen Reihe Stärken auch Schwächen hat und die im Laufe der Geschichte viele Facetten zeigen konnte, die sie für mich zu einem sehr lebendigen Charakter werden ließen. Dennoch blieben immer wieder Ungereimtheiten, für die sich keine Erklärungen finden ließen. Was z.B. ist wirklich in dem Sommercamp geschehen, in dem Trents Vater Rachels Gendefekt behandelt hat? Warum kann sie durch diese Behandlung Dämonenmagie wirken? Welches besondere Interesse hat der Dämon Newt an ihr? Fragen wie diese bekommen in "Blutnacht" endlich eine Antwort, was die Sache jedoch keineswegs leichter werden lässt. Ganz im Gegenteil...

Fazit

Ein gelungener Band, der dem Leser endlich einige Antworten liefert. Leider fehlte mir im ersten Drittel etwas die Spannung, daher gibt es von mir dieses Mal nur 4 Pergamentfalter.

bewertung_4_pergamentfalter

Klappentext

IHR NAME: Rachel Morgan.
IHR JOB: Kopfgeldjägerin.
IHRE AUFGABE: Auf den nächtlichen Straßen von Cincinnati Vampire, Hexen und andere finstere Kreaturen zur Strecke bringen.
IHR PROBLEM: Sie hat selbst eine düstere Vergangenheit...

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