[Rezension] Kim Harrison: Blutspiel

Sonntag, 7. Dezember 2014 | Kommentieren
Es scheint diesen Monat ein Adventssonntags-Ritual zu werden, denn auch diesen Sonntag gibt es wieder eine neue Rezension.


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Kim Harrison: Blutspiel  

640 Seiten | Taschenbuch | Heyne | Deutsch

Original: The Good, The Bad And The Undead
Übersetzer: Alan Tepper
Reihe: Rachel Morgan #2

Erschienen: 5. November 2007

ISBN: 978-3-453-43304-5
Preis: 13,00 €

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Autoren-Info

Kim Harrison wurde 1966 im Mittleren Westen der USA geboren. Als einziges Mädchen in einer Familie, die sonst nur Söhne hat, erwarb sie den Bachelor of Science und war u.a. in der Aufzucht und Pflege steriler Korallenkolonien tätig. Heute lebt sie in South Carolina und ist Mitglied der Romance Writers of America. Sie veröffentlicht nicht nur unter ihrem richtigen Namen, sondern auch unter dem Pseudonym Dawn Cook.
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Klappentext

IHR NAME: Rachel Morgan.
IHR JOB: Kopfgeldjägerin.
IHRE AUFGABE: Auf den nächtlichen Straßen von Cincinnati Vampire, Hexen und andere finstere Kreaturen zur Strecke bringen.
IHR PROBLEM: Sie hat selbst eine düstere Vergangenheit...

Inhalt

Ein neuer Job für Rachel Morgan: Ein grausamer Serienkiller treibt in Cinncinnati sein Unwesen, der es auf Kraftlinienhexen abgesehen hat. Das Federal Inderlander Bureau, kurz FIB, bittet Rachel, die Ermittlungen aufzunehmen. Für sie ist die Identität des Killers schnell klar, denn die Indizien laufen nur bei einer einzigen Person zusammen: Trent Kalamack, angesehenes Stadtratsmitglied. Der Leiter des FIB macht ihr jedoch schnell klar, dass sie Ermittlungen in diese Richtung unterlassen soll und steckt sie stattdessen in ein Kraftlinienseminar, das auch die Opfer besucht haben. Dabei gerät Rachel ungewollt immer mehr in den Fokus des Serienkillers...

Meine Meinung

Back to the Hollows!
Schon der erste Band der Hollows-Reihe hat mich begeistert, nun geht es nahtlos mit Fall zwei weiter. 
Als Sara Jane, die Sekretärin von Trent Kalamack, ihren Freund vermisst meldet, schaltet das FIB Rachel Morgan als Beraterin ein. Für Rachel ist sofort klar, dass Trent etwas mit dem Verschwinden zu tun haben muss und auch Hinweise, die nahelegen, dass Trent Kalamack der gesuchte Hexenjäger ist, der seit einiger Zeit sein Unwesen in Cinncinnati treibt, lassen nicht lange auf sich warten. Der FIB-Chef Captain Edden ist jedoch überhaupt nicht begeistert davon, dass Rachel ausgerechnet den angesehenen Kalamack des Mordes verdächtigt und schickt sie kurzerhand in ein Kraftlinienseminar, das vor ihr bereits die Opfer des Hexenmörders besucht hatten und das erst der Anfang allen Übels sein wird...
Wie schon im vorhergehenden Band spart Kim Harrison keinesfalls an der Spannung. Schnell fand ich mich als Leser in einem neuen turbulenten Auftrag wider, bei dem ich mehrfach glaubte, des Rätsels Lösung - gemeinsam mit Rachel - gefunden zu haben und wurde dann doch immer wieder "enttäuscht". Anführungszeichen deshalb, weil es keine Enttäuschung in dem Sinne war, sondern eher geniale Wendungen und unvorhergesehene Probleme, die die Geschichte unheimlich lebendig halten und es einem leicht machen, dass Buch regelrecht zu verschlingen.
In Sachen Lebendigkeit dürfen natürlich auch die Charaktere nicht fehlen. Die meisten sind bereits aus Band 1 bekannt, doch auch mit diesen "alten Hasen" wird es keineswegs langweilig. Kim Harrison gelingt es, ihren Figuren immer neue Facetten hinzuzufügen, sodass man sie stets ein bisschen neu kennenlernt. Dadurch bekommen insbesondere Hauptfiguren wie Rachel, Ivy, Jenks, Trent und Captain Edden eine äußerst vielschichtige Persönlichkeit.
Neben den Figuren lernt man auch die Hollows wieder etwas besser kennen - und (was zumindest mich betrifft) lieben. Mit jeder Seite, auf der ich mehr über diese Welt erfahre, erscheint sie mir lebendiger, realer. Es ist fast, als müsste man nur einen Fuß vor die Tür setzen und schon stünde man mitten in den Hollows, gleich nebenan stünde die Kirche von Ivy, Rachel und Jenks und wenn man ein bisschen fährt, landet man beim FIB. Bücher, die solche Gefühle bei mir auslösen können, liebe ich einfach.

Fazit

Gelungener zweiter Teil der Hollows-Reihe, die besonders zum Ende hin einige Fragen aufwirft, auf deren Klärung in den Folgebänden ich mich bereits freue.


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