Dem Abschied nahe...

Mittwoch, 3. September 2014 | Kommentieren
10 Monate FSJ.
10 Monate arbeiten, lernen, lachen.
10 Monate leben.

Jetzt ist es nicht mal mehr einen Monat, dann endet dieses wunderbare Jahr und ein neuer Abschnitt beginnt. Studium heißt es dann. Und Abschied von einer ganzen Reihe lieb gewonnener Kollegen, die ich eigentlich gar nicht mehr missen möchte.
Vor 10 Monaten hätte ich nie gedacht, was mir diese Zeit alles bringen könnte. Ich hab so viel gelernt, angefangen bei profanen Geschichtsfakten bis hin zum Umgang mit Kindern und vernünftiger Bürokommunikation.
Vor 10 Monaten war ich schüchtern, zurückhaltend. Das heißt nicht, dass ich heute im Mittelpunkt stehen will, aber ich verstecke mich nicht mehr und sage, was ich denke und will. Ziel eindeutig erreicht.
10 Monate sind vergangen, seit ich am Boden war. Planlos, desorientiert, niedergeschlagen. Voller Zweifel. Das FSJ hat mir neuen Mut gegeben. Neue Ziele. Neue Träume.

Alles ist gut und doch wieder nicht.
Ich schaffe es im Moment kaum, mich auf mein Studium zu freuen, das bestimmt eine tolle, spannende Zeit wird. Viel präsenter ist der Gedanke, bald Abschied nehmen zu müssen. Ich will nicht "Tschüß" sagen. Lieber "Bis bald" und, nein, eigentlich nicht einmal das. Ich will weiterhin "Bis morgen" oder "Bis Montag" sagen können und wissen, dass ich alle bald wiedersehe. Doch so einfach ist das bald nicht mehr.
Ich wünschte, ich könnte ganz sicher sagen, dass ich nach dem Studium wiederkomme, aber so leicht ist es nicht. Leider.

Und wieder wird mir bewusst, dass ich die letzten Tage erst recht genießen muss.
Warum vergeht die Zeit eigentlich immer dann so schnell, wenn man sie am liebsten zurück drehen wollen würde?

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