[Rezension] Ashley/ Nash / Popp: Immortal - In den Armen der Dunkelheit

Sonntag, 27. April 2014 | Kommentieren
432 Seiten | Ebook | Knaur Ebook | Deutsch

Original: The Reckoning
Übersetzer: Sabine Schilasky

Reihe:: Immortal #8

Erschienen:: 05. August 2010

ISBN: 978-3-426-40485-0
Preis: 6,99 €

[Nicht mehr im Verlag verfügbar.]

Inhalt

Jennifer Ashley: Wolfsjagd

In dieser Geschichte geht es um den Werwolf Logan, der einst ein Beta-Wolf war und sein Rudel verließ. Er wird in die Spiele seines ehemaligen Alpha-Wolfes gezogen, der ein für alle Mal klarstellen will, wer von ihnen beiden der Stärkere ist. Dabei muss Logan die Dämonin Nadia schützen, die unfreiwillig in den Konflikt gezogen wird. Zwischen den beiden knistert es gewaltig...

Joy Nash: Blutschuld

Vor einhundert Jahren waren Jackson und Leanna ein Paar. Eines Nachts taucht er in ihrem Hotelzimmer auf und verlangt ihre Hilfe. Durch ihre Schuld wurde er einst zum Vampir, denn sie ließ ihn kraftlos und tot geglaubt zurück. In jener Nacht verwandelte ihn Armand Legrand und hielt ihn fortan jahrelang als Sklaven. Nun sinnt Jackson auf Rache an Legrand und fordert dabei Leannas Unterstützung. Trotz seiner Wut ruhen die alten Gefühle für Leanna noch immer in ihm...

Robin T. Popp: Hinter dem Nebel

Vor einem Monat wurde Jennas Schwester getötet. Seitdem lebt sie bei ihrer Freundin Mai, deren Gefährten Nick und ihrem Kumpel Dave. Als sie eines Tages ein Ticket für eine Kreuzfahrt geschickt bekommt, hofft sie auf einige Tage der Erholung und Befreiung von ihren Schuldgefühlen. Da Dave sich um sie sorgt, folgt er ihr zunächst heimlich auf das Schiff. Doch die Fahrt wird alles andere als erholsam...

Meine Meinung

"In den Armen der Dunkelheit" ist der letzte Band der achtteiligen Immortals-Reihe, in der verschiedene Geschichten zusammengefasst sind. Da ich die anderen Bände (noch) nicht kenne, möchte ich mich hier lediglich auf diesen einen Band beziehen, auch wenn beispielsweise die Geschichte um Leanna hier nur fortgesetzt wird.

Jennifer Ashley: Wolfsjagd

Auf knapp 120 Seiten entspinnt sich die Geschichte zwischen dem Werwolf Logan und der Dämonin Nadia, die eigentlich Feinde sein müssten und zwischen denen es doch eine nahezu magische Anziehungskraft gibt. Nachdem Nadia von Mitgliedern aus Logans altem Rudel entführt und gejagt wurde, stellt Logan sie unter seinen persönlichen Schutz. Dass dabei nicht alle von vornherein mit offenen Karten spielen, wird erst nach und nach deutlich und hebt die Spannung. Als Logan sich entschließt, den Kampf mit seinem ehemaligen Alpha anzunehmen, kommt es zu einem unerwarteten Finale...
Leider erschien mir Logan recht oft zu Trieb-gesteuert. Fast pausenlos denkt er an Sex oder wie es einfach nur wäre, Nadias nackten Körper zu spüren, was selbst in der Kürze der Geschichte recht schnell nervig wurde. Glücklicherweise besaß die Geschichte dann doch noch ein paar Funken richtig Erotik und blieb nicht so plump, wie ich aufgrund von Logans Gedanken zuerst erwartet hatte.

Joy Nash: Blutschuld

Die Geschichte um Leanna und Jackson spielt auf den nächsten 130 Seiten und ist mit den unterschiedlichsten authentischen Gefühlen gespickt. Hass, Angst, Scham, Wut, Abneigung, Schmerz, aber auch Liebe, Zuneigung und Hoffnung füllen diese Geschichte mit Leben. Die knisternde Erotik zwischen Leanna und Jackson, der auch die vergangenen einhundert Jahre und Jacksons Wut nichts anhaben konnten, ist deutlich spürbar. Die Charaktere sind sauber ausgearbeitet und besitzen klare Persönlichkeiten, die in dieser Geschichte deutlich hervortreten.
Ein wenig verwirrt war ich anfangs über die Namensgebung in Bezug auf Jackson, der mit vollem Namen Arthur Jackson Cabot heißt. Sowohl auf dem Buchrücken als auch zu Beginn der Geschichte wird er als Arthur benannt, ist dann jedoch im Großteil der Geschichte Jackson. Es wäre logisch gewesen, sich von vornherein auf einen "Rufnamen" zu spezialisieren.

Robin T. Popp: Hinter dem Nebel

Auf den letzten etwa 130 Seiten geht es um Dave und Jenna, die man zunächst als vollkommen ungleiches Paar einschätzt.
Der Beginn der Geschichte ist reichlich verwirrend. Man wird mit einer Vielzahl von Namen und persönlichen Verbindungen der einzelnen Personen zueinander konfrontiert, die man sich erst einmal gar nicht alle merken kann und von denen einige kaum eine Bedeutung für den Fortgang der Geschichte haben.
Glücklicherweise ist der Rest der Geschichte jedoch in einem leicht zu lesenden Stil geschrieben, der viel Aufmerksamkeit auf die Gefühle der beiden Protagonisten legt. Das eine oder andere Mal wirkte die Erotik hier ein wenig aufgesetzt, was den Lesefluss jedoch nicht allzu sehr störte.
Im Gegensatz zu den anderen beiden Geschichten wartet man hier vergebens auf einen Epilog oder ähnliches, der die Geschichte langsam ausklingen lässt. "Hinter dem Nebel" schließt zwar inhaltlich problemlos ab, besitzt jedoch ein recht abruptes Ende im Vergleich zu den anderen beiden Geschichten.

Fazit

"In den Armen der Dunkelheit" vereint drei Geschichten voller Spannung und Erotik. Tiefgreifende Geschichten erwartet man hier vergebens, aber sie können einem gut und gern den Nachmittag oder Abend versüßen und bieten kurze Lesevergnügen.

bewertung_4_pergamentfalter

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