[Rezension] Lucy Christopher: Kiss me, Kill me

Dienstag, 4. Februar 2014 | 1 Kommentar
Mein Dank für dieses Rezensionsexemplar gilt dem Chicken House Verlag und den Team der Buchbotschafter.

Rezensionsexemplar
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Lucy Christopher: Kiss me, Kill me

384 Seiten | Taschenbuch | Chicken House | Deutsch

Original: The Killing Woods
Übersetzer: Beate Schäfer
Reihe: Einzelband

Erschienen: 24. Januar 2014

ISBN: 978-3551520333
Preis: 14,99 € 

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Autoren-Info

Die britisch-australische Schriftstellerin Lucy Christopher wurde 1981 in Wales geboren und zog im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie nach Melbourne, Australien. Nach ihrem Hauptstudium kehrte sie zurück nach Wales, wo sie Kreatives Schreiben studierte und darin ihren Master of Arts erhielt. Für ihren Debütroman "Ich wünschte, ich könnte dich hassen" erhielt sie zahlreiche internationale Auszeichnungen.
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Klappentext

Ich kann mit diesem Mädchen machen, was ich will. Ich will sie fühlen lassen, was Ashlee gefühlt hat. Will ihr wehtun. Will sie bestrafen. Aber eine ganze Weile kann ich nichts tun, als sie anzustarren. Ihre Augen sind größer als seine, schöner irgendwie. Als mir dieser Gedanke kommt, will ich sie gleich noch mehr schlagen. 
Ein psychologischer Thriller, der an dunkle Orte führt und menschliche Abgründe offenbart.

Inhalt

Es ist Nacht, als Emily's Vater die tote Ashlee aus dem Darkwood ins Haus bringt. Über das, was geschehen ist, schweigt er. Er hat ein Flashback - fühlt sich zurückversetzt in seine Zeit bei der Armee, als er eine Zivilistin tötete. Für die Behörden und die Menschen in ihrer Stadt steht schnell fest, dass Emily's Vater Ashlee im Zuge dieses Flashbacks umgebracht hat, doch Emily will daran nicht glauben. Es muss eine andere Erklärung für Ashlee's Tod geben. Es muss einfach. Wie viel weiß Damon, Ashlee's Freund, eigentlich, der sie angeblich zuletzt gesehen hat? Und warum will er Emily plötzlich allein im Darkwood treffen. Hat er etwas mit Ashlee's Tod zu tun?

Meine Meinung

Lucy Christopher entführt den Leser in eine Welt voller Rätsel. Was ist wirklich geschehen, in jener Nacht im Darkwood? Was hat Emily's Vater damit zu tun? Ist er tatsächlich der Mörder? Und wie viel weiß Damon? Schließlich war es doch seine Aufgabe gewesen, Ashlee sicher zu ihrem Heimweg zu bringen.
Bereits nach den ersten paar Seiten hatte Lucy Christopher mich mit ihrer Geschichte gefesselt. Sie springt von Kapitel zu Kapitel immer wieder zwischen Emily und Damon - schildert die Geschichte mal aus der einen, mal aus der anderen Perspektive. So ist man als Leser vom Wissensstand her zwar manchmal schon  ein wenig weiter als die jeweilige Figur, doch das tut der Spannung keinen Abbruch, denn mich konnte es stets von Neuem faszinieren, wie die einzelnen Figuren mit ihren Gedanken umgehen, was sie beschäftigt und zum Handeln antreibt. 
Einerseits ist da Emily, die partout nicht der Polizei und Presse glauben will und auf die Unschuld ihres Vaters beharrt. Dass ihr Glaube im Laufe der Geschichte wanken sollte, hält man am Anfang für Unmöglich, doch die Beschuldigungen prallen bei ihr nicht vollkommen wirkungslos ab...
Andererseits spielt Damon eine entscheidende Rolle. Er sollte sie in jener Nacht zu ihrem Heimweg bringen, er hat sie angeblich zuletzt gesehen, er war ihr Freund. Er kann sich an nichts erinnern. Auf der Suche nach den Verbindungen zwischen den Erinnerungsfetzen, die ihm geblieben sind, ist er nicht absolut von dem angeblichen Mörder, Emilys Vater, überzeugt und beginnt schon bald, auch an sich selbst zu zweifeln...

Aber alles, was passiert, verursacht Wellen, breitet sich aus, schickt Granatsplitter in die Welt. Wenn ich nicht mit dem Spiel angefangen hätte, wäre Ashlee vielleicht noch am Leben.
Damon, S. 365
Zwei Protagonisten, die auf den ersten Blick nicht viel verbindet und die doch zunehmend Gemeinsamkeiten feststellen müssen, während sie sich von ihren gegenseitigen Positionen zu überzeugen versuchen und dabei immer mehr ins Grübeln geraten.
Lucy Christopher zeichnet in ihrem Roman eine rasante Suche nach der Lösung. Die Wege, die die Charaktere beschreiten müssen, führen dabei nicht immer gleich zum Ziel, sondern enden manches Mal auch in einer Sackgasse, die aber letztendlich hilft, den rechten Weg zu finden.
Ich muss allerdings zugeben - am Anfang war ich etwas enttäuscht. Ich hatte von vornherein eine Ahnung, wer der Mörder war. Dass sich der Verdacht dann auch recht schnell erhärtete, war, sagen wir, ernüchternd. Glücklicherweise gibt es allerdings am Ende eine Wendung, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte - und die meine Ahnung recht schnell sehr nachhaltig zerstörte, denn in diesem Roman ist nichts, wie es zunächst scheint.
Ein abschließendes Wort noch zum Cover, dass mir bei diesem Buch wirklich gut gefallen hat. Neben der Suche nach Wahrheiten spielen in diesem Roman die Geschwindigkeit und der Darkwood wichtige Rollen, die auf dem Cover richtig gut dargestellt werden.

Fazit

Ein spannendes Lesevergnügen, das man nur ungern wieder aus der Hand legt, bevor man nicht die Lösung gefunden hat. Wer Ashlee's Mörder ist, was Damon mit der ganzen Sache zu tun hat und von welchem Spiel er im obigen Zitat spricht - das müsst ihr selbst herausfinden.
Ich vergebe bis dahin erst einmal fünf Pergamentfalter.


1 Kommentar

  1. Das Buch klingt wirklich toll (: Und deine Rezi hat es mir noch schmackhafter gemacht! Es landet somit auf meiner Wunschliste.
    LG
    Ellen

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Vielen Dank für jedes Kommentar.