Tag 12: Eine wirklich gute Geschichte

Freitag, 7. September 2012 | Kommentieren

Frage:

Bei welcher Ihrer Geschichten haben Sie das Gefühl, einen wirklich guten Job gemacht zu haben? Haben Sie ein paar Randnotizen/Schreibtipps dazu?

Am liebsten würde ich hier "Dark Soul" anführen, aber da müsste ich mich selbst belügen. Ich fand die Geschichte mal richtig gut, aber seitdem ich angefangen habe, sie zu überarbeiten, ist mir aufgefallen, wie viele begonnene Nebenhandlungen ich vergessen habe, was durcheinander geraten ist und wie verwirrend die ganze Geschichte ist.
Gehe ich nach dem Feedback bei meinen online gestellten Geschichten, kann ich hier zum einen meinen Oneshot "Seelenspalt", als auch meine Fanfiktion "Lifeless Eyes" anführen. Bei "Seelenspalt" war ich mir nie sicher, ob die zwei gegensätzlichen Persönlichkeiten gut zur Geltung kommen, doch mittlerweile hat man mir mehrfach bestätigt, dass es wirklich gut geworden ist und man die Zerrissenheit des Protagonisten förmlich spüren kann - mein Ziel mit dieser Geschichte.
Für "Lifeless Eyes" bekomme ich in letzter Zeit regelmäßig Lob. Es ist zwar eine Fanfiktion, aber ich mache daraus mehr oder weniger meine eigene Geschichte. Es ist das erste Mal, dass ich mich dabei mit Vergewaltigung und deren Folgen richtig auseinandersetze und ich war anfangs skeptisch, ob ich das richtig darstellen kann. Mittlerweile wurde mir auch hier gesagt, dass es wirklich gut geworden ist. Am meisten hat mich bei dieser Geschichte immer noch berührt, dass sich eine Leserin bei mir bedankt hat, dass ich ihnen diese Geschichte schenke. Solche Kommentare sagen alles, oder?
Selbst, ohne dabei bisher wirklich Feedback bekommen zu haben, möchte ich noch "Der Zirkel" anführen, obgleich die Geschichte bisher noch aus mehr Notizen als Text besteht. Mir gefällt sie einfach unheimlich gut. Vielleicht, weil ich alles wieder aufgreife und nichts außen vor lasse, wie ich bei manchen Geschichten dazu neige.

Zu den Tipps... Ich denke, es ist wichtig, dass man keine angefangen Handlungsfetzen vergisst oder unfertig im Raum stehen lässt, sondern diese Fetzen auch weiterverfolgt. Natürlich geht das nicht grundsätzlich, aber insgesamt sollte es doch ein rundes Bild ergeben.
Zudem sollte man darauf achten, dass sich Worte oder Wendungen nicht immer wiederholen. Das bringt Langeweile und wirkt nach kurzer Zeit abgegriffen.
Und die Charaktere sollten lebendig gestaltet werden. Ein Charakter mit nur positiven oder nur negativen Eigenschaften wirkt platt und oftmals irreal. Jeder hat irgendwo seine Fehler oder Schwäche und die sollte man durchaus mit einbringen.

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