Tag 30: Ein favorisierter Schriftsteller

Dienstag, 25. September 2012 | Kommentieren
Heute sind wir schon am Ende angekommen :)
Mit dieser Frage endet dann auch diese Blogaktion und ihr müsst euch wieder daran gewöhnen, dass die Blogartikel seltener werden. Insgesamt bin ich froh, es geschafft zu haben, wirklich jeden Tag einen neuen Artikel mit einer neuen Frage veröffentlicht zu haben.

Letzte Frage: Wählen Sie einen Schriftsteller aus und verraten Sie uns, was Sie an diesem Schriftsteller mögen und/oder an seinen Charakteren gut finden.
Okay, dann nehme ich zum Abschluss mal die "Sandra Gernt" mit tollen Werken wie "Nayidenmond" oder auch "Die Ehre der Am'churi". Ja, was mag ich an ihr so sehr...? Ich habe damals, nachdem ich schon einige homosexuelle Geschichten im Internet gelesen habe, einfach mal geschaut, ob ich gute Werke unter den Büchern finde und dabei bin ich eher zufällig auf Sandra Gernt gestoßen. Zuerst habe ich dann "Nayidenmond" gelesen. Das Buch war einfach toll - die Handlung mag zwar manchmal etwas verwirrend sein, doch die Figuren sind toll ausgearbeitet und die Welt an sich ist einfach faszinierend dargestellt. Das gleiche hab ich dann auch in "Die Ehre der Am'churi" wiedergefunden, wobei mich dort die Figuren nicht komplett überzeugt haben. Insgesamt finde ich bei ihr die Welten und die Handlung toll. Auch wenn man glaubt, eine Welt bereits von irgendwo zu kennen, so gelingt es ihr, die Welt doch vollkommen neu darzustellen. Mich fasziniert das einfach. Durch vergleichsweise wenige Sätze wird eine so facettenreiche Welt mit eigener Flora und Faune, mit einer vollkommen eigenen Kultur geschaffen. Wahnsinn!

Tag 29: Gedanken über ein Projekt machen

Montag, 24. September 2012 | Kommentieren
Wenn Sie an einem Projekt arbeiten, wie oft denken Sie an die Handlung und Figuren? Gibt es etwas, dass Sie an Ihr Projekt oder an Ihre Figuren erinnert?
Das ist schwer zu verallgemeinern, daher möchte ich mich jetzt mal nur auf drei meiner Geschichten beziehungsweise auf zwei "Gruppen" beziehen.
  1. "Der Zirkel"
    Diese Geschichte hab ich ja komplett geplant und in dieser Phase hab ich wirklich oft darüber nachgedacht, um Ideen zu finden, wie es weitergehen soll. Wann immer ich freie Zeit habe, bin ich entweder gedanklich die Handlung durchgegangen oder habe mir mein Notizbuch genommen und versucht, eine neue Idee zu finden, in dem ich mir andere Ideen durchgelesen hab. Dementsprechend hat mich mein kleines Notizbuch auch immer wieder an die Geschichte erinnert. Mittlerweile geht es mir an manchen Tagen so, dass mich alle Notizbücher bis auf mein aktuell am meisten Genutztes daran erinnern.
  2. "Dark Soul" und "Lifeless Eyes"
    Neben diesen beiden Geschichten könnte ich jetzt auch andere aufführen, bei denen ich versucht habe, jede Woche ein neues Kapitel online zu stellen. Dabei denke ich eigentlich nur einen Tag vor dem Schreiben des Kapitels, den Tag des Schreibens und manchmal noch einen Tag danach an die Geschichte, mehr nicht. Den Tag davor oder manchmal auch schon den Tag danach überlege ich mir das neue Kapitel und dann schreib ich es eben. Die anderen Tage nutze ich dann eher für andere Geschichten, die jedoch größtenteils nur in meinem Kopf bleiben. Bei diesen Geschichten erinnert mich eigentlich auch nichts daran.

Tag 28: Behinderungen

Sonntag, 23. September 2012 | Kommentieren
Haben Sie schon einmal eine Figur mit körperlicher oder geistiger Behinderung entworfen? Erzählen Sie uns davon.
Es gibt ein einzige Figur mit einer körperlichen Behinderung, an die ich mich gerade erinnere, und das ist ein Vampir aus "Dark Soul", genauer gesagt aus Saphiras Gruppe.
"Neben mir knurrte ein an die Wand gedrängter Vampir.
Seine Hände waren verstümmelt – lediglich einzelne Finger waren noch erhalten –
doch es schien so, als habe er diese Verletzung schon länger."

(Kapitel 21 - Saphira da Silva)
In diesem Ausschnitt wird der Vampir erstmals erwähnt. Er hat keinen Namen, keine Vorgeschichte und taucht auch nur äußerst selten auf, aber er existiert und damals fand ich es irgendwie wichtig darzustellen, dass meine Vampire eben keine perfekten Geschöpfe sind, sondern durchaus auch behindert sein können. Um auf den Ausschnitt zurückzukommen: Er hat keinerlei Beeinträchtigung durch seine verstümmelten Hände, kann sogar wie die anderen Vampire kämpfen. Es scheint gelernt zu haben, wie er sich am besten damit verhalten kann und muss.

Eine geistige Behinderung gab es allerdings bisher in noch keiner meiner Geschichten.

[Rezension] Tamora Pierce: Im Zeichen der Löwin - Die Entscheidung

Samstag, 22. September 2012 | Kommentieren
256 Seiten | Taschenbuch | cbt | Deutsch

Original: Protector of the small - First Test
Übersetzer: Kerstin Michaelis

Reihe:: Im Zeichen der Löwin #1

Erschienen:: 06. August 2007

ISBN: 978-3570303849
Preis: 8,00 €

[Nicht mehr im Verlag verfügbar.]

Tag 27: Die Bedeutung des Aussehens

Samstag, 22. September 2012 | Kommentieren
Spielt das Aussehen Ihrer Figuren eine wichtige Rolle? Wie gestalten Sie das Aussehen einer Figur?
Eigentlich hab ich zu dieser Frage ja schon etwas bei der letzten Frage gesagt.
Meine Charaktere sollen im Großen und Ganzen weitestgehend normal erscheinen und doch anders sein. Ich gestalte die meisten meiner Figuren relativ realitätsnah und baue dann irgendetwas ein, was sie zu etwas Besonderem macht - manchmal ist das eine Eigenschaft, manchmal eine Hintergrundinformation und manchmal betrifft es eben das Aussehen. Dabei reicht schon ein kleines Muttermal, besondere Augen oder Haare, ein Tattoo, ein Piercing oder auch nur Narben, die wiederum mit einer Geschichte verbunden sind. Ansonsten gehe ich bei dem Aussehen meistens nach Bildern, die ich von den Figuren bereits in meinem Kopf habe und die ich dann nur noch in Worte fassen muss.
Die Bedeutung des Aussehens ist eigentlich unterschiedlich. In manchen Geschichten ist es wichtig, in anderen nicht. Manchmal ist das Aussehen mit einer Geschichte beispielsweise aus der Vergangenheit von Bedeutung und wird damit in jedem Fall gebraucht. In anderen Geschichten, z.B. in "Seelenspalt", ist das Aussehen des Vampirs eher nebensächlich. Was zählt, ist die Handlung. Den Vampir kann man sich auch einfach vorstellen. Dass er dann bei jedem Leser anders aussieht, ist egal.

Tag 26: Das Aussehen

Freitag, 21. September 2012 | Kommentieren
Wie zeichnen Sie Ihre Charaktere? Beschreiben Sie eine Figur oder wenn Sie mit Bildern arbeiten, zeigen Sie uns eine Ihrer Figuren!
Ich erfinde meine Charaktere eigentlich immer recht spontan, wobei ich meistens darauf achte, dass die Personen nicht ganz so gewöhnlich sind. Meine Figuren sollen immer irgendetwas Besonderes haben, was auch immer das dann ist. Manche Autoren mögen ihre Figuren auch richtig mit Gesichtsform etc. beschreiben, ich nicht. Solche Sachen überlasse ich dann doch lieber dem Leser.

Eine Figur beschreiben... Ich denke, da nehme ich mal Val aus "Der Zirkel". Von dem hab ich bisher noch recht wenig geschrieben, auch wenn ich ihn total gerne mag.

Tag 25: Haustiere

Donnerstag, 20. September 2012 | Kommentieren
Hat eine Ihrer Figuren Haustiere? Wenn ja, welches?
Ich kann mich gerade an keine meiner Figuren erinnern, die ein Haustier hat. Ich mag Haustiere zwar ziemlich gern, aber in einer Geschichte brauchte ich bisher noch keine und ich baue eigentlich nie irgendetwas ein, was ich in einer Geschichte nicht brauche. Vielleicht kommen ja irgendwann mal Haustiere in irgendeiner Geschichte vor, mal schauen.

Tag 24: Der Tod von Figuren

Mittwoch, 19. September 2012 | Kommentieren
Wären Sie bereit, eine Ihrer Hauptfigur in der Geschichte zu töten, wenn es die Handlung verlangt? Welches war Ihre interessanteste Art und Weise, eine Romanfigur zu töten?
Auch wenn ich es nicht gern mache, bin ich durchaus dazu bereit. Da ich jedoch am liebsten Happy Ends schreibe, hatte ich bisher nur zwei Geschichten, in denen die Hauptpersonen gestorben sind, und das waren Kurzgeschichten, bei denen man eigentlich schon am Anfang erkennen konnte, dass es dieses Ende geben wird.
Die eine Geschichte ist eine Foltergeschichte. Der Protagonist ist ein Kriegsgefangener und wird schon seit geraumer Zeit gefoltert, da seine Peiniger Informationen von ihm wollen, die er ihnen nicht geben will. Durch seine Gedanken wird deutlich, dass er schon längst damit abgeschlossen hat, dort lebend herauszukommen. Der Tod an sich ist gar nicht so deutlich beschrieben. Es taucht dort lediglich ein Fremder auf, den er nicht kennt und der ihn an einen anderen Ort bringt - zu seiner Familie, von der er ganz sicher weiß, dass sie längst tot ist.

Tag 23: Dauer eines Projektes

Dienstag, 18. September 2012 | Kommentieren
Wie lange brauchen Sie im Durchschnitt für ein Projekt von der Planung bis zur fertigen Erstfassung?
Die Frage kann ich keinesfalls so pauschal beantworten, denn ich habe schon angefangen bei der Planung und den ersten Szenen unterschiedliche Gruppen von Projekten.
  1. Die Spontanen
    Das sind Projekte, bei denen ich einfach los schreibe. Dabei ist es vollkommen unterschiedlich, wie lange ich an dem Projekt arbeite. Es gibt solche,die ich innerhalb von einem Tag oder wenigen Tagen vollkommen fertigstelle. Dann gibt es die, die ich fertig schreibe und dann erst mal weglege, um sie nach einer beliebigen Zeit zu überarbeiten. Und dann gibt es da noch solche wie "Dark Soul", die als Oneshot beginnen und einfach immer länger werden, bis ich mir denke, dass es gut ist.
  2. Die Geplanten
    Da habe ich momentan meine wenigsten Geschichten und keine einzige, die fertig ist. Oftmals plane ich hierbei die Geschichten nahezu vollständig und dann lege ich die Pläne erst einmal beiseite. Später greife ich die Pläne dann wieder auf und arbeite daran. So geschehen ist es bei meinem Zirkel. Die fertig geplante Idee dazu liegt schon seit 2009 in meinem Schreibtischfach.
  3. Die einzelnen Szenen
    Manchmal fange ich einfach an, etwas zu schreiben, ohne eigentlich genau zu wissen, was daraus werden soll. Diese Szenen lege ich dann meistens auch erst mal beiseite, wenn sie geschrieben wurden. Nach beliebig langer Zeit krame ich sie dann raus und bastel etwas daran: Beispielsweise schreibe ich weiter oder ich überlege mir eine genaue Grundstory.

Tag 22: Nie geschriebene Szenen

Montag, 17. September 2012 | Kommentieren
Gibt es eine Szene zwischen Ihren Charakteren, die Sie nie geschrieben haben? Wenn ja, warum?
Von den Szenen, die in die Geschichte gehören, kann ich mich an keine erinnern, die ich nie geschrieben habe. Ich hab mal ein mehr oder weniger namenloses Projekt angefangen, da gibt es eine Vergewaltigungsszene, die ich letztendlich doch nicht geschrieben habe, sondern die nur angedeutet ist. Das liegt aber auch nur daran, dass sich der Protagonist, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben wird, nicht mehr richtig daran erinnern kann und nur die Gefühle davor und danach wirklich zuordnen kann. Zu mehr ist er nicht fähig. Nach und nach tauchen zwar ein paar Erinnerungen daran auf, aber wirklich ausgeschrieben wird diese Szene nie.

Tag 21: Kinder

Sonntag, 16. September 2012 | Kommentieren
Hat eine Ihrer Figuren Kinder? Wie schreiben Sie Szenen aus Sicht der Kinder/oder Szenen mit Kindern?
Ja, es gibt bei mir Charaktere, die Kinder haben. Spontan fallen mir da sofort Morgan, Sean und Saphira aus "Dark Soul" ein. Ansonsten ist es oftmals eher so, dass mein Charakter Eltern hat, über die allerdings kaum etwas verraten wird.
Wie ich die Szenen schreibe, variiert. Bei Morgan und seinem Sohn Neal hatte ich bisher nur einen Rückblick, in dem sie beide vorgekommen ist. Ihr Verhältnis war damals recht angespannt und kühl, nicht wie das einer typischen Vater-Sohn-Beziehung.
Sean und Alex sind mittlerweile so ziemlich das Gegenteil davon. Anfangs war ihr Verhältnis auch nicht gerade einfach, aber mittlerweile benehmen sie sich für Vater und Sohn vollkommen normal. Allerdings muss ich dazu sagen, dass Alex sich gegenüber seinem Vater kaum anders verhält als seinen Freunden gegenüber. Umgekehrt ist es ähnlich.
Bei Saphira und ihrer kleinen Tochter Kimberly kann ich die Frage wohl am besten beantworten. Ich schreibe zwar weder aus der Sicht der einen noch der anderen, aber gerade Kimberlys Verhalten hebt sich von dem der anderen ab, da sie recht quirlig ist. Szenen mit ihr können einfach nicht traurig oder betrübt sein, da sie mit ihrer Art regelmäßig die Stimmung lockert.

Generell sind meine Charaktere zwar meist Familienmenschen, doch nur selten tauchen die Familienmitglieder richtig auf.

Tag 20: Lieblingsszene

Samstag, 15. September 2012 | Kommentieren
Welche Szenen schreiben Sie am liebsten?
Ganz klare Antwort: Böse Szenen.

Ich liebe es, solche zu schreiben. Dabei können es Gewaltszenen aller Art sein. Ich hatte schon Prügeleien, Morde, Entführungen, Vergewaltigungen, Überfälle, Kriege und Kämpfe und Folterszenen. Jede meiner Geschichten besitzt irgendwo mindestens eine solche Szene. Ich weiß nicht genau warum, aber ich finde Geschichten ohne solche Szenen langweilig. Es muss einfach ein bisschen Action, ein bisschen Gewalt geben.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich Kriege und Kampfszenen nicht so sehr gerne schreibe, da es so viele Beschreibungen und Bewegungen braucht, bei denen ich momentan noch scheitere. Aber ich übe ;)
Am liebsten schreibe ich noch immer Überfälle und Entführungen. Die sind für mich am leichtesten. Die anderen bösen Szenen liegen verteilt im Mittelfeld.

Tag 19: Nebenfiguren im Vordergrund

Freitag, 14. September 2012 | Kommentieren
Hat sich schon mal eine Nebenfigur in Ihren Geschichten in den Vordergrund gedrängt? Wurde die Nebenfigur dann zur Hauptfigur? Warum ist das passiert?
Ähm, nein, nicht so direkt.
Vor ein paar Jahren hab ich mal die Vampirgeschichte "Im Angesicht des Feindes" geschrieben. Einige Male ist für mehr oder weniger kurze Zeit der Blutdiener Alex (ja, noch ein Alex ^^) aufgetaucht, der eigentlich gar keine so wichtige Rolle hatte. Ich hab damals auch nur kurz etwas über seine Vergangenheit angedeutet. Später, als ich die Geschichte online gestellt habe, hatten meine Leser Interesse an Alex' Geschichte. Und die hab ich dann geschrieben. Dadurch entstand die Auskopplung "Des Lebens dunkle Seite" mit Alex in der Hauptrolle.
In gewisser Weise hab ich also eine Nebenfigur in den Vordergrund gerückt, aber eben nicht in der gleichen Geschichte, sondern in einer Auskopplung, die schon wieder eine Geschichte für sich war.

Tag 18: Lieblingsantagonist

Donnerstag, 13. September 2012 | Kommentieren
Welcher Ihrer Antagonisten ist Ihr Liebling und warum?
Ach, Mensch, schon wieder so eine Frage nach Lieblingen. Ich hab doch keinen!
Obwohl...doch, bei den Antagonisten hab ich so einen ganz kleinen Liebling, der ein wenig weiter vorn liegt als die anderen. Er heißt Val und stammt aus "Der Zirkel". Eigentlich muss ich sagen, dass er gar kein richtiger Antagonist ist, denn später arbeitet er mit meiner Protagonistin zusammen, aber er kann schon ein ganz schöner Schuft sein. Natürlich muss man die Geschichte des Zirkels kennen, um seine genaue Position zu verstehen, aber ich kann schon sagen, dass er derjenige ist, der fast dafür sorgt, dass meiner Protagonistin Übles geschieht und die Welt endgültig verloren ist. Also er kann schon recht böse sein.
Ganz gerne mag ich übrigens auch "Lexienne", den verräterischen Gestaltwandler aus "Dark Soul", bei dem es mir etwas Leid tat, dass er gestorben ist. Irgendwie fand ich ihn niedlich, aber er war auch ganz schön hinterlistig und gemein. Letztendlich hat er vor allem aus der Sicht von Alex den Tod verdient, da er fast dafür gesorgt hätte, dass Jason, Alex' Gefährte, stirbt, aber schade war es schon ein bisschen um ihn.

Tag 17: Lieblingsprotagonist

Mittwoch, 12. September 2012 | Kommentieren
Welcher Ihrer Protagonisten ist Ihr Liebling und warum?
Ach ja, da wären wir wieder bei den lieben Lieblingen.
Ganz ehrlich: Ich hab noch immer keinen. Ich hab weder eine Lieblingsfigur, noch einen Lieblingsprotagonisten im Speziellen. Ich finde an jedem etwas, was mir sehr gut gefällt.
Alex aus "Dark Soul" und Zoey aus "Der Zirkel" sind mehr oder weniger wie ich. Dort brauch ich mich nicht groß in eine andere Person eindenken, weil ich einfach nur schreiben muss, wie ich reagieren würde. Dabei sind diese beiden Protagonisten keine fiktive Abbildung von mir, sie besitzen schon ihre eigene Persönlichkeit und es gibt auch Unterschiede, die die beiden von mir abheben, aber weitestgehend würde ich genau wie sie reagieren.
Und was Jack aus "Bloody Tears" betrifft... Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich am liebsten aus seiner Sicht geschrieben habe, wenn ich wütend war, ganz einfach, weil man bei ihm super seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Das merkt man indirekt auch an der Geschichte. Manchmal läuft es ganz ruhig und dann kommt recht plötzlich eine Gewaltszene. Da hatte ich dann wieder auf irgendwas oder irgendwen Wut. Überhaupt hat es bei Jack mal Spaß gemacht, sich an keinerlei Moral halten zu müssen und einfach munter losschreiben konnte.
Ich will nicht nur von meinen Protagonisten sprechen, sondern gleich von allen meinen Figuren: Wir sind eigentlich wie eine große Familie. Man liebt sich, man hasst sich. Man versteht sich, man redet aneinander vorbei. Genau so ist es mit meinen Charakteren, nur dass dabei alles in meinem Kopf stattfindet.

Tag 16: Romantische Beziehungen

Dienstag, 11. September 2012 | Kommentieren
Wenn Sie über romantische Beziehungen schreiben, wie weit gehen Sie da beim Erzählen?
Das ist unterschiedlich.
Es gibt Geschichten bzw. Pairings, bei denen ich es nur andeute. Dann gibt es jene, die ich weiter ausbaue und jene, in denen es sogar zum Sex kommt. Es ist bei mir immer abhängig von der Situation und der Geschichte selbst.

Tag 15: Vorbilder

Montag, 10. September 2012 | Kommentieren
Halbzeit. :)
Von heute bis Freitag bin ich auf Studienfahrt - Frankreich ruft :D
Es gibt allerdings weiterhin regelmäßig um 15:00 Uhr einen neuen Post. Hab für diese Reihe hier genügend vorbereitet.
Leider werde ich es vorher wohl nicht mehr schaffen, die Rezension zu Oneiros online zu stellen. Zu viel Stress -.-
Na ja, dafür hab ich vielleicht, wenn ich wiederkomme, sogar zwei oder, wenn ich richtig schnell im Lesen bin, drei Rezensionen für euch :)
Halbzeit! Gibt es einen Schriftsteller (Profi oder Hobbyautor), den Sie bewundern?
Oh ja, da gibt es zwei wundervolle Autoren im homoerotischen Bereich, die leider noch viel zu unbekannt sind.

Tag 14: Landkarten

Sonntag, 9. September 2012 | Kommentieren
Erstellen Sie Landkarten? Wenn ja, können Sie eine zeigen?
Früher hab ich ab und zu Landkarten erstellt. Heute besitze ich noch drei davon. Eine hab ich in der Grundschule gemalt. Sie ist ganz einfach gestaltet und hat nur vier oder fünf eingetragene Orte.
Eine zweite folgte dann so in der 5. oder 6. Klasse. Sie ist kaum anders als die aus der Grundschule, allerdings hab ich schon ein bisschen mehr Details eingebracht und die Karte ist nicht mehr bunt.
Meine beste Karte hab ich allerdings in der 8. oder 9. Klasse gezeichnet. Sie ist komplett in schwarz-weiß gehalten und meines Erachtens nach ziemlich gut. Das ist die erste Karte, in der ich nicht nur wenige Orte eingezeichnet habe, die für die Geschichte wichtig sind, sondern alle, die sich dort befinden, denn es ist nicht mehr nur noch eine Karte von einem abgegrenzten Gebiet. Meine erste Karte war lediglich ein Waldstück mit Dorf und Strand. Auf der zweiten Karte gab es einen See, einen Wald, eine Höhle, ein Polzeirevier und einen Weg. Alles also auf ziemlich kleinem Feld. Meine letzte Karte zeigt eine komplette kleine Welt mit Meeren, Inseln, Flüssen und Gebirgen.

Tag 13: Fiktive und reale Kulturen/ Menschen

Samstag, 8. September 2012 | Kommentieren
Schreiben Sie lieber über fiktive oder reale Kulturen/Menschen?
Ich schreibe fast nur über fiktive Menschen und Kulturen. Oftmals haben die aber große Ähnlichkeit mit unserer realen Welt. Ich erfinde keine grünen Männchen, dampfende Planeten oder hörnige Monster. Gut, letzteres vielleicht doch, ganz selten. Aber eigentlich befinde ich mich meistens im realeren Bereich.
Sehr gerne schreibe ich z.B. darüber, was aus der Menschheit wird. Was alles geschehen kann, was sich verändert. Manche davon sind richtige Endzeit-Szenarien. Ich bin mir nicht sicher, ob man das wirklich als fiktiv oder doch eher real bezeichnen kann. Wenn ich genauer darüber nachdenke, sind doch alle Menschen, über die man schreibt, fiktiv, abgesehen von Fanfiktions, oder? Gehe ich von diesem Gedanken aus, muss ich mich korrigieren. Ich glaube, dann schreibe ich doch eher im realen Bereich. Kleine grüne Männchen tauchen nun wirklich nicht auf.

Tag 12: Eine wirklich gute Geschichte

Freitag, 7. September 2012 | Kommentieren
Bei welcher Ihrer Geschichten haben Sie das Gefühl, einen wirklich guten Job gemacht zu haben? Haben Sie ein paar Randnotizen/Schreibtipps dazu?
Am liebsten würde ich hier "Dark Soul" anführen, aber da müsste ich mich selbst belügen. Ich fand die Geschichte mal richtig gut, aber seitdem ich angefangen habe, sie zu überarbeiten, ist mir aufgefallen, wie viele begonnene Nebenhandlungen ich vergessen habe, was durcheinander geraten ist und wie verwirrend die ganze Geschichte ist.
Gehe ich nach dem Feedback bei meinen online gestellten Geschichten, kann ich hier zum einen meinen Oneshot "Seelenspalt", als auch meine Fanfiktion "Lifeless Eyes" anführen. Bei "Seelenspalt" war ich mir nie sicher, ob die zwei gegensätzlichen Persönlichkeiten gut zur Geltung kommen, doch mittlerweile hat man mir mehrfach bestätigt, dass es wirklich gut geworden ist und man die Zerrissenheit des Protagonisten förmlich spüren kann - mein Ziel mit dieser Geschichte.

Tag 11: Geliebte und ungeliebte Charaktere

Donnerstag, 6. September 2012 | Kommentieren
Über welchen Ihrer Charaktere schreiben Sie am liebsten? Über welchen Ihrer Charaktere schreiben Sie ungern?
Über wen schreibe ich am liebsten... Das ist kompliziert. Ich liebe alle meine Charaktere mit ihren Ecken und Kanten, daher kann ich auch entschieden sagen, dass es keinen gibt, über den ich ungern schreibe.Ich schätze, da ich die Charaktere meiner Hauptprojekte besser kenne als die anderen, die nur als Ideen existieren, schreibe ich auch lieber über sie, auch wenn ich das nicht auf alle Charaktere beziehen will.
Beispielsweise liebe ich Alex auf "Dark Soul", weil er einfach vollkommen natürlich ist und ich mich irgendwie in ihm wiedererkennen kann. Ähnlich ist es mit Jason.
Ryan, ebenfalls aus "Dark Soul" finde ich klasse, weil er manchmal wirklich verpeilt ist. Es macht Spaß, so einen teilweise wirklich verrückten Charakter zu schreiben. Vor allem diese Mischung aus vampirischer Gefahr und Witz finde ich toll.

Tag 10: Die seltsamste/ ungewöhnlichste Situation

Mittwoch, 5. September 2012 | Kommentieren
Beschreiben Sie die seltsamsten/ungewöhnlichsten Situationen, in die Sie Ihre Figuren gebracht haben (auch Notizen zählen).
Puh, das ist wirklich schwer, denn was kann man als ungewöhnliche Situation betrachten?
Ist letztendlich nicht alles, was geschrieben und erfunden wird, in irgendeiner Weise seltsam oder ungewöhnlich?
Aber bevor das hier in einem philosophischen Geplänkel endet, möchte ich versuchen, eine Antwort zu finden.

Tag 9: Wie man zum Schöpfer wird

Dienstag, 4. September 2012 | Kommentieren
Wie kommen Sie zu Ihren Figuren? Beschreiben Sie den Schaffungsprozess der Charakterfindung.
Bei mir gibt es zwei verschiedene Wege:
  1. Die Person taucht einfach so in meinem Kopf auf.
    Das ist eigentlich der häufigste Weg. Ich denke mir sehr gern Geschichten auf, die ich allerdings dann nie aufschreibe, sondern wirklich nur in meinem Kopf habe. Dort tauchen ziemlich bunt durcheinander gewürfelte Charaktere auf, deren Persönlichkeitszüge oft stark variieren. Gedanklich arbeite ich die Charaktere dann auch kaum aus. Ich habe nur ein ungefähres Bild von ihnen, was für die kleine Gedankengeschichte vollkommen ausreicht. Oftmals weiß ich dann auch nicht viel mehr von diesen Charakteren.
    Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Ich hab zum Beispiel die Charaktere "Jack" und "Vico", die sich zunächst einmal recht stark ähneln. Sie sind irgendwann mal in einer Gedankengeschichte aufgetaucht und seitdem hab ich sie in einigen anderen Geschichten auch drin und mit jeder Geschichte baue ich die Charaktere etwas mehr aus. "Jack" hat es auch schon in eine meiner schriftlichen Geschichten, Bloody Tears, geschafft, wodurch sich sein Charakter noch weiter entwickelt hat.
  2. Ich weiß (in etwa) die Story und entwickle passende Charaktere.
    Die Figuren passe ich bei diesem deutlich seltener bei mir anzutreffenden Weg mehr oder weniger an die Geschichte an. Während bei dem ersten Weg mehr oder weniger zuerst die Charaktere da sind und dann die Geschichte kommt, ist es hier anders herum. Meistens greife ich hier auf Charaktere aus Gedankengeschichten zurück, vermische einige, verändere sie oder belasse sie auch ab und zu bei dem, was sie bisher sind, und füge Dinge hinzu.
Im Großen und Ganzen fangen die Charaktere bei mir in meinen Gedanken an zu leben, ohne dass ich groß etwas dafür tun muss. Sie sind dann einfach da. Manchmal sehe ich sie sogar vor meinem geistigen Auge und muss sie im Schriftlichen nur noch so beschreiben, wie ich sie vor mir sehe.

Tag 8: Das Genre

Montag, 3. September 2012 | Kommentieren
Welches Genre bevorzugen Sie beim Schreiben/beim Lesen?
Das Genre ist bei mir beim Lesen und Schreiben gleich. Ich bevorzuge Fantasy, besonders Dark Fantasy. Überhaupt muss es bei Geschichten, die ich lese oder schreibe, mindestens eine Szene geben, die etwas mit Gewalt zu tun hat. Ich bevorzuge "dunklere" Texte mit ordentlich Spannung und Nervenkitzel. Mit typischen mädchenhaften Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten oder Liebesgeschichten kann ich gar nichts anfangen.
Neben Fantasy finde ich auch Krimis und Thriller recht interessant, die lese und schreibe ich allerdings eher selten. Meistens bevorzuge ich so eine Art Thriller in Verbindung mit fantastischen Elementen. Solche Geschichten zählen zu meinen Lieblingen. Auch auch Real Life gemachte Geschichten, in die dann plötzlich magische bzw. mystische Elemente kommen, finde ich ziemlich interessant, allerdings schreibe ich so etwas deutlich seltener, als dass ich es lese.

Tag 7: Musik während des Schreibens

Sonntag, 2. September 2012 | Kommentieren
Hören Sie während der Schreibarbeit Musik? Wenn ja, welche Art von Musik? Gibt es Songs, die Sie mit Ihrer Figur verbinden, die Sie an sie erinnern?
Ich höre eigentlich nie Musik, wenn ich schreibe. Irgendwie finde ich das ziemlich ablenkend. Okay, manche, die diese Aktion hier verfolgen, werden sich denken: "Hey, die kann schreiben, während der Fernseher läuft, da kann sie sich doch nicht von Musik ablenken lassen!" Fakt ist aber, das genau das so ist. Ich weiß nicht wieso, aber jedes Mal, wenn ich Musik nebenbei höre, singe ich eher gedanklich mit, als weiterzuschreiben. Daher unterlasse ich es, Musik beim Schreiben zu hören.
Dementsprechend verbinde ich auch keine Songs mit irgendwelchen Figuren. Natürlich gibt es Musik, die ich mit verschiedenen Stimmungen verbinde und die ich, wenn ich weiß, dass ich über eine bestimmte Stimmung schreiben will, vorher höre, aber die variieren zum einen sehr oft und zum anderen kommt das nur sehr selten vor.

Tag 6: Schreibzeit und Schreibmaterial

Samstag, 1. September 2012 | Kommentieren
Wo schreiben Sie am liebsten und zu welcher Tageszeit ist Ihre beste Schreibzeit? Benutzen Sie den Computer oder Stift und Papier?
Bis vor einiger Zeit habe ich hauptsächlich abends geschrieben, während der Fernseher nebenbei lief. Das ging dann schon mal bis tief in die Nacht. Heute mache ich das auch noch manchmal, aber es ist deutlich seltener geworden, da ich gemerkt habe, dass ich abends nicht ganz so produktiv bin, wie ich immer dachte.
Mittlerweile schreibe ich meist nach dem Mittagessen, wenn andere einen Mittagschlaf machen oder sich sonst wie ausruhen. Dann sitze ich in meinem Zimmer auf meiner Couch und tippe vor mich hin. So schaffe ich in ein bis zwei Stunden etwa drei Din A4-Seiten, was bei "Dark Soul" und "Lifeless Eyes" einem kompletten Kapitel entspricht.
Ich schreibe fast nur noch auf dem Computer. Da ist es leichter, mal etwas zu korrigieren, man kann schnell ein paar Synonyme im Internet suchen und das Schreiben geht auch ein wenig schneller, wenn man weiß, was man schreiben will. Wenn ich allerdings unterwegs bin oder mal keinen Computer zur Hand habe, schreibe ich auch auf Papier. Manchmal tippe ich das dort Geschriebene dann später ab, manchmal hefte ich es auch nur in meinen Ordner, wo es dann auf eine eventuelle spätere Verwendung wartet.